BVB-Vertrag läuft aus: Brandt spricht offen über seine Zukunft

Borussia Dortmund beschäftigt sich weiter intensiv mit der Zukunft von Julian Brandt. Der Offensivspieler erklärt nach dem Sieg in Wolfsburg, warum er sich mit einer Vertragsentscheidung noch Zeit lässt.

Nach dem 2:1-Auswärtssieg von Borussia Dortmund beim VfL Wolfsburg rückte neben dem sportlichen Erfolg erneut die Zukunft von Julian Brandt in den Fokus. Der 29-Jährige, seit 2019 in Dortmund und damit dienstältester aktueller Borusse auf dem Platz, nahm in der Mixed Zone ausführlich Stellung zu seinen laufenden Vertragsgesprächen.

Brandt bestätigte, dass der Austausch mit dem Klub bereits stattgefunden hat, machte jedoch gegenüber den Ruhr Nachrichten klar, dass es bislang keine konkreten Ergebnisse gibt: „Es ist klar, dass man sich miteinander unterhält. Das ist schon passiert, aber es gibt bislang nichts Neues.“ Eine schnelle Einigung sei ebenso wenig absehbar wie eine klare Tendenz: „Das ist weder so, dass wir jetzt irgendwie vor einer Einigung stehen, noch dass sich da irgendwas entschieden hat.“

Der Vertrag des Offensivspielers läuft im Juni 2026 aus, ein Angebot des BVB liegt ihm bereits seit Mitte November vor. Dieses würde allerdings mit Gehaltseinbußen einhergehen. Ungeachtet dessen will Brandt die Entscheidung nicht überstürzen. „Da lasse ich mir ehrlich gesagt auch ein bisschen Zeit und das muss alles gut durchdacht sein“, erklärte der Nationalspieler. Für ihn gehe es um eine grundlegende Weichenstellung: „Es ist eine Grundsatzentscheidung und die muss gut durchdacht sein.“

Julian Brandt lässt seine Zukunft beim BVB weiterhin offen

Gleichzeitig schloss Brandt eine monatelange Hängepartie aus. „Aber das wird jetzt kein Thema bis Juni, Juli“, betonte er und ergänzte, dass ein solches Vorgehen „nicht meine Art“ sei. Die Entscheidung über seine Zukunft soll also deutlich vor dem Hochsommer fallen. Sportlich untermauert Brandt seinen Stellenwert weiterhin. In der laufenden Saison kommt der Offensivspieler auf zwölf Scorerpunkte – zehn Tore und zwei Assists – in 26 Pflichtspielen. Dennoch bleibt seine Perspektive beim BVB offen.

Während Brandt auf Ruhe und Bedacht setzt, verfolgt der Klub bei anderen Personalien einen deutlich strafferen Zeitplan. So drängt die sportliche Führung bei Nico Schlotterbeck auf eine zeitnahe Entscheidung. Sportdirektor Sebastian Kehl machte dies zuletzt unmissverständlich deutlich: „Ich bin ein Freund von Klarheit in allen Bereichen und Themen.“

Für Julian Brandt gilt vorerst: Gespräche laufen, ein Angebot liegt vor – doch die finale Entscheidung lässt noch auf sich warten.

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