Nach nur einer Saison: Dieser BVB-Star sorgt für große Zweifel

Mit großen Erwartungen verpflichtete Borussia Dortmund Carney Chukwuemeka endgültig vom FC Chelsea. Rund 20 Millionen Euro ließ sich der BVB die Dienste des englischen Mittelfeldspielers kosten – eine Investition, die sich bislang jedoch nicht ausgezahlt hat. Knapp ein Jahr nach seiner Ankunft an der Strobelallee mehren sich intern wie extern die Zweifel, ob der 22-Jährige den sportlichen Anforderungen dauerhaft gerecht werden kann.

Bereits in der Vorsaison hatte Dortmund Chukwuemeka zunächst auf Leihbasis an Bord geholt. Im vergangenen Sommer folgte mit etwas Verzögerung die feste Verpflichtung. Der erhoffte Leistungssprung blieb bislang jedoch aus. Zwar kommt der zentrale Mittelfeldspieler in der laufenden Spielzeit auf 26 Pflichtspieleinsätze, doch nur achtmal stand er dabei in der Startelf. Besonders auffällig: Im Kalenderjahr 2026 schenkte ihm Cheftrainer Niko Kovac bislang kein einziges Mal von Beginn an das Vertrauen.

Wie fit ist Chukwuemeka?

Carney Chukwuemeka
Foto: IMAGO

Nach Informationen der Ruhr Nachrichten richten sich die wachsenden Zweifel weniger auf die grundsätzlichen fußballerischen Fähigkeiten Chukwuemekas, sondern vielmehr auf seinen körperlichen Zustand. Demnach wird vereinsintern kritisch hinterfragt, warum es innerhalb eines Jahres nicht gelungen ist, bestehende Fitnessrückstände aufzuarbeiten – trotz moderner Trainingsmethoden und optimaler medizinischer Betreuung im Profibereich.

Die Zahlen stützen diesen Eindruck. Chukwuemeka wirkt in vielen Phasen nicht konstant belastbar, kommt häufig nur zu Kurzeinsätzen und findet nur schwer in einen Spielrhythmus. Für einen Spieler, der als dynamischer Achter mit Physis und Durchschlagskraft eingeplant war, ist das ein alarmierendes Signal.

Potenzial ist da – doch die Zeit läuft

Unbestritten bleibt, dass der 1,88 Meter große Rechtsfuß sein Potenzial immer wieder aufblitzen lässt, wenn er auf dem Platz steht. Technische Qualität, Dynamik und Spielintelligenz sind vorhanden. Auch deshalb hält man beim BVB grundsätzlich an ihm fest. Sein Vertrag läuft noch bis 2030, was dem Klub zumindest formal Planungssicherheit gibt.

Doch genau diese lange Vertragslaufzeit erhöht zugleich den Druck. Sollte es Chukwuemeka nicht gelingen, seine konditionellen und muskulären Defizite nachhaltig in den Griff zu bekommen, droht das Narrativ schnell zu kippen. Aus einem entwicklungsfähigen Perspektivspieler könnte dann rasch ein kostspieliger Fehleinkauf werden.

Noch ist es nicht so weit. Doch beim BVB wächst das Bewusstsein, dass Geduld allein nicht ausreicht. Für Chukwuemeka werden die kommenden Monate entscheidend – sportlich wie körperlich.

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