Nicht nur Schlotterbeck: BVB bangt um Verlust von sechs Stars

Nach einer sportlich stabilen Saison droht Borussia Dortmund hinter den Kulissen ein Umbruch. Bei gleich sechs Leistungsträgern ist die Zukunft offen – allen voran bei Nico Schlotterbeck.

Sportlich befindet sich Borussia Dortmund in einer stabilen Phase. Nach 21 Spieltagen mischt der BVB wieder ganz vorne mit und ist erster Verfolger des FC Bayern. Doch während die Ergebnisse stimmen, droht hinter den Kulissen ein personeller Aderlass. Wie die Bild berichtet, ist die Zukunft von gleich sechs Stammspielern offen – ein größerer Umbruch im Sommer ist keineswegs ausgeschlossen.

Im Zentrum der Diskussionen steht Nico Schlotterbeck. Der Innenverteidiger gilt als Abwehrchef, hat sich aber bislang nicht zu einem Verbleib bekannt. Laut dem Bericht will der BVB nun Tempo in die Gespräche bringen. Sportdirektor Sebastian Kehl machte das zuletzt öffentlich deutlich: „Nico weiß, dass wir so schnell wie möglich eine Entscheidung wollen.“ Hintergrund ist der Wunsch nach Planungssicherheit – auch, weil ein hochkarätiger Ersatz frühzeitig organisiert werden müsste.

Neben Schlotterbeck sorgt vor allem Julian Brandt für offene Fragen. Der Vertrag des 29-Jährigen läuft im Sommer aus, eine Entscheidung lässt auf sich warten. Nach Bild-Informationen spielt dabei auch seine sportliche Rolle eine zentrale Rolle, da er zuletzt nicht mehr unumstrittener Stammspieler war.

Trotz Vertragsangebot des BVB: Adeyemi zögert

Eine ähnliche Vertragssituation betrifft Kapitän Emre Can. Auch sein Kontrakt endet am Saisonende. Eine aktuelle Verletzung erschwert die Gespräche, wenngleich Trainer Niko Kovac weiterhin auf die Führungsqualitäten des Routiniers setzt. Konkrete Ergebnisse gibt es bislang jedoch nicht.

Darüber hinaus nennt die Bild drei weitere Personalien mit erheblichem Konfliktpotenzial. Karim Adeyemi soll zwar bereits ein unterschriftsreifer Vertrag vorliegen, der Flügelspieler zögert jedoch. Der Traum von der Premier League spielt dabei offenbar eine Rolle – für den BVB geht es vor allem darum, seinen hohen Marktwert abzusichern.

Bei Felix Nmecha könnten starke Leistungen Begehrlichkeiten wecken. Laut Bild beobachten vor allem Klubs aus England den Mittelfeldspieler genau. Sollte ein Angebot über 60 Millionen Euro eingehen, wäre ein Verkauf demnach „nicht ausgeschlossen“, auch wenn Nmecha intern als Schlüsselspieler gilt. Abgerundet wird die Liste von Serhou Guirassy. Der Stürmer soll im Sommer über eine Ausstiegsklausel verfügen, die zwischen 40 und 50 Millionen Euro liegt. Findet der Angreifer dauerhaft zu alter Treffsicherheit zurück, dürfte das Interesse zahlreicher Vereine weiter wachsen.

Somit steht Borussia Dortmund vor einem heiklen Transfersommer. Gelingt es nicht, bei mehreren Schlüsselspielern zeitnah Klarheit zu schaffen, könnte der BVB vor einem tiefgreifenden Umbruch stehen.

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