Umdenken beim BVB? Warum die Adeyemi-Verlängerung zu scheitern droht

Borussia Dortmund kommt bei der Vertragsverlängerung mit Karim Adeyemi nicht voran. Mittlerweile ist für den BVB sogar ein vorzeitiger Verkauf denkbar.

Die Verhandlungen über eine vorzeitige Vertragsverlängerung zwischen Borussia Dortmund und Karim Adeyemi kommen derzeit nicht voran. Wie die Ruhr Nachrichten berichten, lag dem Offensivspieler bereits seit Längerem ein unterschriftsreifer Vertragsentwurf vor. Eine Einigung blieb bislang jedoch aus.

Der Hauptgrund für das Stocken der Gespräche ist ein zentraler Punkt im Vertragswerk: demnach ist keine Ausstiegsklausel vorgesehen. Genau diese fordern Adeyemi und sein Berater jedoch. Aus Dortmunder Sicht würde der Verzicht auf eine solche Klausel die eigene Verhandlungsposition bei möglichen Transferanfragen stärken, während die Spielerseite auf mehr Flexibilität für die Zukunft pocht.

Parallel dazu hat sich laut Ruhr Nachrichten auch die Bewertung der Personalie innerhalb des Klubs verändert. In der Führungsriege um Geschäftsführer Lars Ricken, Sportdirektor Sebastian Kehl und Trainer Niko Kovac werde zunehmend diskutiert, ob eine Vertragsverlängerung überhaupt noch alternativlos sei.

BVB legt Preisschild für Adeyemi fest

Ausschlaggebend dafür sind mehrere Faktoren. Zwar kommt Adeyemi in der laufenden Bundesliga-Saison auf ordentliche Scorerwerte, seine Leistungen gelten jedoch als zu wechselhaft. Zudem sorgte der 24-Jährige in den vergangenen Monaten wiederholt mit disziplinarischen Aussetzern abseits des Platzes für Unruhe und vereinsinterne Sanktionen. Auch sportlich setzte Kovac zuletzt Zeichen, indem Adeyemi zeitweise nur eine Nebenrolle einnahm oder verletzungsbedingt fehlte.

Nach Informationen der Ruhr Nachrichten mehren sich daher im Klub Stimmen, die eine Trennung im Sommer als „sportlich verschmerzbar und wirtschaftlich womöglich sogar notwendig“ einstufen. Im Zuge der geplanten Kaderumstrukturierung könnte ein Verkauf des Flügelstürmers eine wichtige Einnahmequelle darstellen. Der BVB soll dabei mit einem Transfererlös von bis zu 60 Millionen Euro rechnen.

Damit bleibt die Zukunft Adeyemis in Dortmund offen. Ob es noch zu einer Verlängerung kommt oder der BVB einen Wechsel anstrebt, hängt maßgeblich davon ab, ob in den kommenden Wochen Bewegung in die festgefahrenen Gespräche kommt.

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