Offener Schlotterbeck-Poker: BVB-Boss drängt auf Entscheidung

Nico Schlotterbeck soll bei Borussia Dortmund langfristig bleiben – doch die Entscheidung steht noch aus. BVB-Sportchef Lars Ricken macht nun deutlich, dass sich der Poker nicht bis zum Sommer ziehen wird.

Bei Borussia Dortmund spitzt sich die Personalie Nico Schlotterbeck weiter zu. Der Innenverteidiger besitzt zwar noch einen Vertrag bis 2027, doch die Klubführung drängt auf eine vorzeitige Verlängerung – und macht klar, dass eine Entscheidung zeitnah fallen soll.

Sport-Geschäftsführer Lars Ricken bestätigte im Gespräch mit RTL/ntv und sport.de, dass die Hängepartie kein Dauerthema bleiben wird. „Wir haben ein gutes und vertrauensvolles Verhältnis. Beide Seiten haben da eine klare Erwartungshaltung, wann das beendet sein muss, und dass es sich natürlich nicht bis zum Sommer ziehen kann“, erklärte Ricken. Damit ist klar: Der BVB will Planungssicherheit – möglichst noch vor Saisonende.

Zuletzt war berichtet worden, dass Schlotterbeck seine Zukunft während der Länderspielpause im März klären könnte. Interesse soll es unter anderem von Real Madrid, FC Barcelona, FC Bayern München und FC Liverpool geben. Entsprechend groß ist der Druck auf beide Seiten.

Ricken wirbt dennoch offensiv für einen Verbleib des Nationalspielers – auch mit Blick auf die Symbolkraft einer Vertragsverlängerung. „Ich glaube, es wäre ein Riesenzeichen, in einer Zeit, wo immer mehr Spieler auch immer schneller wechseln, zu sagen, ich identifiziere mich mit diesem Weg hier bei Borussia Dortmund.“

BVB-Boss Ricken stärkt Schlotterbeck nach Titel-Ansage

Dass Schlotterbeck selbstbewusst den Titelkampf ausgerufen hat, passt für die Verantwortlichen ins Bild. „Und dann formulieren sie es halt auch ein bisschen forsch. Dieses Selbstbewusstsein, diese Ambitionen, die wollen wir ja auch als Verein“, sagte Ricken. Intern wird die offensive Haltung des Abwehrchefs ausdrücklich begrüßt.

Neben Schlotterbeck stehen weitere Personalfragen auf der Agenda. Die Verträge von Emre Can, Julian Brandt und Niklas Süle laufen im Sommer aus. Auch hier laufen Gespräche – konkrete Entscheidungen stehen jedoch noch aus. „Mit allen dreien sind wir in Gesprächen und das werden die nächsten Monate zeigen, in welche Richtung es dann geht“, betonte Ricken.

Klar ist: Beim BVB geht es in den kommenden Wochen nicht nur um Punkte im Titelrennen, sondern auch um die Weichenstellung für die Zukunft. In der Causa Schlotterbeck tickt die Uhr.

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