Er ist der dienstälteste Spieler beim BVB unter den etablierten Kräften. Seit 2019 ist Julian Brandt ein Dortmunder Borusse. Zweifelsohne ist der bislang 48-malige deutsche Nationalspieler hochveranlagt. Und doch ist Julian Brandt aktuell nicht einmal als Stammkraft gesetzt bei Niko Kovac. Die Sportschau betrachtet Brandts Status quo und Aussichten für die nähere Zukunft.
Schon dreimal wurde Julian Brandt in dieser Saison in der Bundesliga gar nicht eingesetzt, obwohl er weder verletzt noch gesperrt war. Hinzu kommen zwei Ausfälle wegen Verletzungen. Macht für den Offensivspieler erst 16 von 21 möglichen Partien in dieser Saison 2025/26. Immerhin in Pokal und Champions League stand Brandt jedes Mal auf dem Rasen, wenn er nicht verletzt war, wenn auch selten für 90 Minuten.
Sein Vertrag läuft beim BVB läuft in diesem Sommer aus. Will er weiter in Dortmund bleiben, müsste er sich noch mehr in den Vordergrund spielen, findet Michael Burchartz bei der Sportschau. Und dann ist da ja auch noch die WM im Sommer 2026 in Kanada, Mexiko und den USA. Brandts letztes Länderspiel liegt bald schon anderthalb Jahre zurück. Beim 1:1 gegen Ungarn im November 2024 setzte Bundestrainer Julian Nagelsmann ihn ein und verzichtete seitdem auf seine Dienste, nachdem er schon bei der EM 2024 nicht zum Kader gehört hatte.

Viel Konkurrenz bei BVB und DFB
Aktuell spiele Brandt eine „gute, aber keine herausragende Saison“, heißt es weiter. In seinen sechzehn Einsätzen in der Bundesliga kommt er auf acht Scorerpunkte, was keine schlechte Quote sei, weil er eben auch selten die kompletten 90 Minuten Zeit für Zählbares habe.
Genau das aber schon sei ein Nachteil gegenüber der Konkurrenz in der Nationalmannschaft um ein WM-Ticket. Kai Havertz, Florian Wirtz und auch Jamal Musiala spielten in ihren Clubs derweil wichtigere Rollen. Alle drei seien wohl gesetzt für den WM-Kader. Bei Brandt sei hingegen eine gewisse Stagnation erkennbar, wenn auch auf relativ hohem Niveau. Doch zufällig beim nächsten BVB-Gegner Mainz erwachse Brandt ein weiterer Rivale: Nadiem Amiri überbot Brandt zuletzt in Sachen Torgefahr. Mit Assan Ouedraogo und Said El Mala gibt es zusätzliche Bewerber.
Und da ist die vereinsinterne Konkurrenz noch nicht genannt. Auch Felix Nmecha und Karim Adeyemi könnten jene Spieler sein, auf die der Trainer statt Brandt setzt – ob dieser nun Nagelsmann oder Kovac heißt. Für Brandt bedeutet die restliche Saison Wochen der Wahrheit, sowohl im Club als auch bei der Frage, ob er mit der WM 2026 noch einmal ein großes Turnier spielen wird.

