Nach seiner jüngsten Torserie sorgt Serhou Guirassy erneut für Schlagzeilen abseits des Platzes. Der Stürmer von Borussia Dortmund plant offenbar im Sommer den nächsten großen Karriereschritt.
Bei Borussia Dortmund sorgt Serhou Guirassy trotz zuletzt wieder steigender Formkurve für neue Spekulationen. Wie die Bild berichtet, plant der Mittelstürmer offenbar, den Klub im kommenden Sommer zu verlassen – obwohl sein Vertrag noch bis 2027 beziehungsweise 2028 datiert ist.
Demnach verfolgt der 29-Jährige einen klaren Karriereplan. Dieser sehe vor, „jetzt im Sommer nochmal einen richtig dicken Vertrag unterschreiben“ zu wollen. Es könnte die letzte große Station seiner Laufbahn werden. Schon im vergangenen Jahr soll sein Bruder und Berater den Nationalspieler Guineas bei Vereinen aus Saudi-Arabien angeboten haben. Ein Wechsel in die Saudi Pro League gilt auch diesmal als wahrscheinlichstes Szenario.
Zwar besteht im Umfeld des Angreifers die Hoffnung, dass sich ein europäischer Top-Klub meldet. Doch angesichts seiner zwischenzeitlichen Torflaute erscheint dieses Szenario unsicher. Zwischen Oktober und Anfang Februar erzielte Guirassy wettbewerbsübergreifend nur wenige Treffer, in der Bundesliga gelang ihm zeitweise über Monate lediglich ein Tor.
BVB-Star vor Abgang? Guirassy plant wohl Sommer-Wechsel
Inzwischen aber hat der Stürmer sportlich wieder geliefert. Mit fünf Treffern in den vergangenen drei Ligaspielen meldete er sich eindrucksvoll zurück. Beim 4:0-Erfolg gegen Mainz unterstrich Trainer Niko Kovac die Bedeutung seines Angreifers: „Wir brauchen seine Tore. Er ist unser Stoßstürmer. Er ist derjenige, der dort unsere Nummer 9 ist. Er ist sehr wichtig.“
Auch Sportdirektor Sebastian Kehl stärkte dem Torjäger den Rücken: „Die letzten Tore hat er sich hart erarbeitet“, erklärte Kehl und verwies darauf, dass Guirassy zwischenzeitlich „auch leiden musste“. Klar sei jedoch: Der BVB brauche „einen sehr guten Serhou Guirassy, um am Ende auch erfolgreich zu sein.“
Brisant bleibt die Vertragssituation. Laut Bild soll für ausgewählte Spitzenklubs im Sommer eine Ausstiegsklausel zwischen 40 und 50 Millionen Euro greifen. Vereine aus Saudi-Arabien fallen demnach nicht unter diese Regelung, was dem BVB im Falle konkreter Verhandlungen eine stärkere Position verschaffen würde. Intern soll man sich eine deutlich höhere Ablöse vorstellen.
Ob Guirassy am Ende tatsächlich geht, hängt also nicht nur von seinem Entschluss, sondern auch von konkreten Angeboten ab.

