Vor dem Playoff-Hinspiel gegen Atalanta Bergamo sorgt Borussia Dortmund gleich doppelt für Schlagzeilen. Niko Kovac überrascht mit einer mutigen Startelf – während eine umstrittene Ticket-Regel für Wirbel sorgt.
Borussia Dortmund steht vor einem richtungsweisenden Abend in der Champions League. Im Hinspiel der Playoffs empfängt der Bundesligist Atalanta Bergamo im Signal Iduna Park (Anstoß: 21 Uhr). Das Rückspiel steigt am 25. Februar – der Sieger des Duells zieht ins Achtelfinale ein. Personell muss Trainer Niko Kovac einige Ausfälle kompensieren, besonders in der Abwehr drückt der Schuh. Schwer wiegt vor allem das Fehlen von Abwehrchef Nico Schlotterbeck.
Kovac reagiert darauf mit einer überraschenden Lösung: Neben Ramy Bensebaini und Waldemar Anton rückt das Top-Talent Luca Reggiani in die Startelf. Auf der rechten Außenbahn beginnt Julian Ryerson, der zuletzt beim 4:0 gegen 1. FSV Mainz 05 mit vier Vorlagen glänzte. Im Zentrum der Offensive setzt der BVB auf Serhou Guirassy. Dahinter sollen Julian Brandt und Maximilian Beier für Kreativität sorgen.
Schon vor dem Anpfiff sorgte das Playoff-Duell für Diskussionen abseits des Rasens. Wie die Dortmunder mitteilten, sei dem Klub von Atalanta Bergamo mitgeteilt worden, dass „bestimmten Personengruppen von BVB-Fans keine Tickets für das Auswärtsspiel verkauft werden dürfen“. Hintergrund ist eine behördliche Sicherheitsauflage der Stadt Bergamo.
BVB verurteilt Fan-Ausschluss scharf
Der Revierklub reagierte mit deutlicher Kritik. In einer Stellungnahme heißt es: „Teile unserer Fans auszuschließen, stellt für den BVB einen eklatanten Wertebruch und eine Form der Diskriminierung dar – sowohl mit Blick auf die grundlegenden Prinzipien von Borussia Dortmund als auch auf die gesamteuropäischen Werte des internationalen Fußballs.“

Immerhin laufen Gespräche auf mehreren Ebenen. Der BVB steht nach eigenen Angaben sowohl mit Atalanta als auch mit der UEFA im Austausch und rechnet „kurzfristig mit einem positiven Ergebnis“. Sportlich will Dortmund nun im eigenen Stadion den Grundstein für das Weiterkommen legen – trotz personeller Engpässe und politischer Nebengeräusche.
Aufstellungen:
Borussia Dortmund: Kobel – Reggiani, Anton, Bensebaini – Ryerson, Bellingham, F. Nmecha, Svensson, Beier, Brandt – Guirassy
BVB-Bank: Meyer, Ostrzinski, Benkara, Kabar, Yan Couto, Chukwuemeka, Krevsun, Özcan, Sabitzer, Adeyemi, Fabio Silva, Inacio
Atalanta Bergamo: Carnesecchi – Kossounou, Djimsiti, Kolasinac – Zappacosta, de Roon, Ederson, Bernasconi, Mario Pasalic, Zalewski – Scamacca

