Stimmen zum 2:0 gegen Bergamo: „Im Großen und Ganzen sind wir zufrieden“

Obwohl der Vorlauf alles andere als optimal war, weil der Mannschaftsbus über eine Stunde im Stau stand und trotz Verlegung des Spielbeginns nur vergleichsweise kurz Zeit zum Aufwärmen hatte, hat Borussia Dortmund in den Play-offs zum Achtelfinale der Champions League am Dienstagabend gegen Atalanta Bergamo einen 2:0-Heimsieg vorgelegt. Nach Schlusspfiff überwog deshalb beim BVB die Zufriedenheit, auch wenn noch etwas mehr drin gewesen wäre.

„Ich hätte mir gewünscht, dass wir in der zweiten Halbzeit noch ein Tor nachgelegt hätten. Ich finde, dass wir noch ein, zwei Möglichkeiten hatten, die wir hätten nutzen können. Ein 2:0 ist ein bisschen tückisch“, haderte Julian Brandt auf der BVB-Homepage ein wenig damit, sich nicht eine noch bessere Ausgangsposition verschafft zu haben. „Wir waren sehr umtriebig, haben uns sehr gut bewegt. Es war uns schon klar, dass Atalanta im Eins gegen Eins verteidigt. Wir sind sehr oft aus den Positionen gegangen. Im Großen und Ganzen sind wir zufrieden und gehen mit breiter Brust nächste Woche nach Bergamo“, überwog letztlich aber auch bei Brandt das Positive.

Ebenso bei Trainer Niko Kovac, der sich kritische Worte für die interne Analyse aufbewahrte: „Ich bin sehr zufrieden – wir haben guten Fußball gespielt, zwei Tore erzielt und in der zweiten Halbzeit gut gearbeitet. Wir haben sehr hart an einigen Dingen gearbeitet, die wir heute Abend gut gemacht haben.

Sebastian Kehl erwartet einen „riesigen Fight“

Ähnlich wie Brandt freute sich Sebastian Kehl zwar über den Sieg, trat aber direkt auch als Mahner auf den Plan: „Ich bin glücklich, aber am Ende bin ich trotzdem nüchtern, weil ich weiß, dass wir erst die erste Halbzeit gespielt haben. Wir haben in der nächsten Woche in Bergamo eine sehr, sehr schwere Aufgabe“, so der BVB-Sportdirektor, der in Norditalien alles andere als einen Spaziergang erwartet.

Sebastian Kehl
Foto: IMAGO

„Man konnte heute sehen, dass Atalanta eine gute Mannschaft hat, und dass sie uns auch dort fordern wird. Es war zwischendurch eine enge Partie. Wir haben insgesamt wenig zugelassen, aber wir müssen uns darauf einstellen, dass das nächste Woche ein riesiger Fight wird. Wir müssen von der ersten Minute an da sein – nur dann werden wir eine Runde weiterkommen“, machte Kehl schon sechs Tage vor dem Rückspiel deutlich, dass erneut 100 Prozent nötig sein werden, um wie erhofft ins Achtelfinale einziehen zu können.

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