Borussia Dortmund bangt weiter um die Zukunft von Nico Schlotterbeck. Nun hat sich mit Jürgen Kohler eine Vereinsikone kritisch zum zögernden Abwehrchef geäußert.
Die sportliche Zukunft von Nico Schlotterbeck bei Borussia Dortmund sorgt weiterhin für Diskussionen – und ruft inzwischen auch kritische Stimmen aus den eigenen Reihen hervor. Während der Innenverteidiger aktuell wegen muskulärer Probleme pausieren muss, steht vor allem seine ausstehende Entscheidung über eine Vertragsverlängerung beim BVB im Fokus.
Besonders deutlich äußerte sich Vereinslegende Jürgen Kohler. Der frühere Weltklasse-Verteidiger kann zwar nachvollziehen, dass sich der Nationalspieler mit seiner Zukunft intensiv auseinandersetzt, macht aber zugleich klar, dass ihm das Zögern missfällt. „Klar, dass er seine Optionen auslotet, aber mir gefällt es nicht, dass er sich relativ viel Zeit lässt“, schrieb Kohler in seiner kicker-Kolumne. Aus seiner Sicht bietet Dortmund ideale Voraussetzungen für den 26-Jährigen: „In Dortmund hat er ein fantastisches Publikum, internationale Spiele und sehr gute Chancen, sich zu einem Gesicht des Vereins zu entwickeln.“
Nico Schlotterbeck war 2022 vom SC Freiburg zu Borussia Dortmund gewechselt. Seitdem hat er sich zu einer tragenden Säule entwickelt und wird inzwischen von mehreren europäischen Spitzenklubs beobachtet.
Real Madrid zeigt Interesse an BVB-Star Schlotterbeck
Vor allem Real Madrid gilt als möglicher Interessent. Der BVB hingegen arbeitet intensiv daran, den Abwehrspieler langfristig zu binden. Schließlich läuft sein aktueller Vertrag noch bis 2027, doch eine Entscheidung über eine Verlängerung steht weiterhin aus.

Auch die Vereinsführung sieht in Schlotterbeck eine potenzielle Identifikationsfigur für die Zukunft. Geschäftsführer Sport Lars Ricken hatte den Verteidiger kürzlich in eine Reihe mit früheren BVB-Größen gestellt – ein Vergleich, der Kohler selbst nicht kalt ließ. „Dass Lars Ricken in diesem Zusammenhang […] auch meinen Namen nannte, hat mich übrigens gefreut“, erklärte der 60-Jährige.
Sportlich blickt Kohler ebenfalls optimistisch auf die laufende Saison. Trotz der starken Konkurrenz aus München traut er Dortmund weiterhin einiges zu. „Ich glaube nicht, dass die Bayern schon durch sind. Sie spielen zwar attraktiv und sind fußballerisch um Längen besser, aber sie sind wegen ihrer riskanten Spielweise verwundbar“, so Kohler. Entscheidend sei jedoch, dass sich der BVB keine weiteren Ausrutscher erlaube, wenn man im Titelrennen bleiben wolle.

