Waldemar Anton mit Kampfansage: „Versuchen alles, dass es nochmal spannend wird“

Für seine Leistung am Dienstagabend im Play-off-Hinspiel zum Achtelfinale der Champions League gegen Atalanta Bergamo hat Waldemar Anton jede Menge Lob erhalten. Trainer Niko Kovac und auch Mitspieler wie Julian Brandt hoben die Bedeutung des Innenverteidigers hervor, der sich in Bezug auf seine eigene Rolle aber weiter bescheiden zeigt, gleichzeitig aber mit großen Zielen nicht hinter dem Berg hält.

„Ich bin nicht der Abwehr-Boss bei Dortmund. Wir haben viele Bosse auf dem Platz. Ich tue mich immer sehr schwer mit dem Begriff. Ein Boss allein reicht nicht auf dem Platz. Wir brauchen mehrere, die vorangehen und das Spiel in die Hand nehmen“, war Anton gegenüber Sky bemüht, sich nicht zu sehr in den Blickpunkt zu rücken.

Weniger zurückhaltend ist Anton damit, was in dieser Saison für den BVB noch möglich ist. Der Glaube an die Meisterschaft ist beim Dortmunder Abwehrchef in jedem Fall noch vorhanden: „Wer keine Titelträume hat, ist falsch bei Borussia Dortmund. Die Jungs wissen, worauf es ankommt. Wir versuchen alles, dass es nochmal spannend wird. Aber wir müssen unsere Aufgaben gut machen und vor allem die engen Spiele ziehen.“

Fokus liegt auf den eigenen Spielen

Dass es alles andere als einfach wird, dem FC Bayern München den Platz an der Sonne noch streitig zu machen, räumt Anton indes auch ein: „Es ist sehr schwer zu sagen, dass wir Bayern-Jäger sind. Sechs Punkte sind enorm, mit dem Torverhältnis sind es gefühlt neun“, so der 29-Jährige, der momentan aber ohnehin noch weniger auf die Konkurrenz blicken will: „Wir müssen auf uns schauen und unsere Spiele gewinnen. Da kommen extrem schwierige Spiele auf uns zu und wir werden am Ende gucken, was wir bewirken können.“

Waldemar Anton
Foto: IMAGO

Eine erfolgreiche Saison würde Antons Chancen, im Sommer zum deutschen WM-Kader zu gehören, mutmaßlich nicht verringern. Das Turnier in den USA ist für den Innenverteidiger aktuell aber noch kein großes Thema: „Für mich zählt in erster Linie der Fußball im Verein. Fußball ist schnelllebig. Ich lebe im Moment und schaue nicht auf Zukunftssachen. Du kannst nur beeinflussen, was jetzt ist. Ich schaue von Spiel zu Spiel, Woche zu Woche. Klar, in ruhigen Momenten denkt man dran, aber ich kann das nur durch Leistungen im Verein beeinflussen.“

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