Stimmen zum 2:2 in Leipzig: „Haben es am Ende ganz okay gemacht“

Eine Woche vor dem Top-Spiel gegen den FC Bayern München ist der Rückstand von Borussia Dortmund auf den Spitzenreiter auf acht Punkte angewachsen. Nachdem die Bayern gegen Eintracht Frankfurt (3:2) vorgelegt hatten, kam der BVB bei RB Leipzig nach einem 0:2-Rückstand zwar zurück, aber nicht über ein 2:2 hinaus. Dementsprechend durchmischt war nach der Partie die Stimmungslage bei der Borussia.

„In der ersten Halbzeit war es von uns einen Tick zu wenig. Die Gegentore waren ein bisschen zu einfach. Generell haben wir in der ersten Halbzeit nicht so den Zugriff gehabt, den wir uns gewünscht haben. Ich weiß nicht, ob es an der Intensität lag oder daran, dass es die Leipziger sehr gut gemacht haben“, haderte Waldemar Anton auf der BVB-Webseite mit den ersten 45 Minuten, war dann aber mit dem Auftritt im zweiten Durchgang einverstanden: „In der zweiten Halbzeit war es ein offenes Spiel. Es hätte in beide Richtungen ausgehen können. Wir sind dann zurückgekommen und haben es am Ende ganz okay gemacht. Wir haben das 2:2 geschossen und hatten noch die Möglichkeit, das 3:2 zu machen.“

Kehl nicht euphorisch, aber zufrieden mit der Reaktion nach dem Rückstand

Während Anton mit Blick auf die Zukunft „auf uns schauen und weiter Punkte holen“ will, hofft Gregor Kobel darauf, aus dem Endspurt Kräfte ziehen zu können: „Diese Emotionen nach dem Ausgleichstreffer müssen wir mitnehmen“, so der Schlussmann, der ansonsten in der Analyse mit Vordermann Anton weitgehend übereinstimmte: „Wir haben zwei ärgerliche Tore gekriegt, beide sehr ähnlich, bei denen wir uns im eigenen Fünfmeterraum ein bisschen überraschen lassen. In der zweiten Halbzeit ist es aber eine sehr starke Reaktion von der ganzen Mannschaft gewesen, dass wir uns auswärts nochmal zurückgekämpft haben. Auch im Vergleich zu anderen Jahren, in denen wir hier gespielt haben, war es ein gutes Spiel, vor allem in der zweiten Halbzeit.“

Sebastian Kehl
Foto: IMAGO

Sportdirektor Sebastian Kehl freute sich natürlich über den Ausgleich, war mit Blick auf die Gesamtsituation aber nicht wirklich euphorisch: „Am Ende muss man gucken, wie man den Punkt bewertet.“

Generell war Kehl aber sehr zufrieden mit der Reaktion der Mannschaft nach dem Zwei-Tore-Rückstand und den Jokern: „Grundsätzlich war gut, dass die Mannschaft zurückgekommen ist.  Insgesamt hatten wir schon die Gier, dieses Spiel auch noch zu gewinnen, und die Einwechslungen, die wir getätigt haben, haben das Spiel in unsere Richtung gedreht. Deswegen werden die Leipziger womöglich auch glücklich über diesen Punkt sein.“

Diesen Artikel teilen