Borussia Dortmund steht vor einem richtungsweisenden Transfersommer 2026 – doch von einem radikalen Umbruch will man im Ruhrgebiet offenbar nichts wissen. Mehrere Verträge laufen aus, andere Leistungsträger stehen mittelfristig zur Disposition. Trotzdem plant der BVB laut der Sport BILD keinen XXL-Schnitt im Kader.
Besonders im Fokus stehen Emre Can und Julian Brandt. Beide wären im Sommer 2026 ablösefrei, doch intern besteht der klare Wunsch, mit dem Duo zu verlängern. Laut Bericht zeigt sich die Vereinsführung optimistisch, in den kommenden Wochen eine Einigung erzielen zu können. Can als Kapitän und Brandt als kreativer Fixpunkt sollen weiterhin eine tragende Rolle spielen – auch, um junge Neuzugänge wie Justin Lerma oder Kaua Prates behutsam an das europäische Topniveau heranzuführen.
Auch in der Sturmabteilung deutet vieles auf Kontinuität hin. Serhou Guirassy, dessen Vertrag bis 2028 läuft, und Fabio Silva (gebunden bis 2030) sollen die Speerspitze der Offensive bilden. Zwar ist bei Guirassy nach Saisonende ein Austausch vorgesehen, konkrete Angebote blieben laut Sport BILD in den vergangenen Transferperioden jedoch aus. Entsprechend gelassen zeigt man sich in Dortmund.
Adeyemi und Schlotterbeck als Knackpunkte

Komplexer gestaltet sich die Situation bei Nico Schlotterbeck und Karim Adeyemi. Beide sind noch bis 2027 gebunden, doch eine langfristige Perspektive ist nicht abschließend geklärt. Während im Fall Schlotterbeck weiterhin keine Lösung in Sicht ist, möchte der BVB Adeyemi unbedingt über 2027 hinaus halten – trotz zuletzt schwankender Leistungen.
Gerüchte über ein mögliches Zurückziehen eines Vertragsangebots sollen aktuell haltlos sein. Dennoch gibt es eine klare Schmerzgrenze: Erst bei einer Offerte von über 50 Millionen Euro würde man in Dortmund ernsthaft ins Grübeln geraten.
Im Endeffekt setzt der BVB also auf Stabilität statt Revolution. Ein XXL-Umbruch ist nicht geplant – vielmehr soll der Kern zusammenbleiben und gezielt ergänzt werden. Ob dieser Plan aufgeht, hängt jedoch maßgeblich von den kommenden Vertragsgesprächen ab.

