Hätte Köln einen Elfmeter bekommen müssen? BVB reagiert auf Aufreger

Borussia Dortmund gewinnt beim 1. FC Köln mit 2:1, doch eine strittige Szene in der Nachspielzeit sorgt für große Diskussionen. Vor allem ein mögliches Handspiel im Strafraum bringt die Kölner auf die Palme – und selbst beim BVB gibt es überraschende Worte dazu.

Der 2:1-Auswärtssieg von Borussia Dortmund beim 1. FC Köln rückte am Samstagabend schnell in den Hintergrund. Statt über die drei Punkte wurde nach Abpfiff vor allem über eine umstrittene Szene in der Nachspielzeit diskutiert – und die sorgte bei den Kölnern für großen Ärger.

In der 95. Minute bekam Köln noch einmal die Chance auf den Ausgleich. Eine Flanke segelte in den Dortmunder Strafraum, wo Yan Couto den Ball mit einem abgespreizten Arm berührte. Schiedsrichter Daniel Siebert ließ weiterspielen, auch der VAR griff nicht ein.

Für die Kölner war das kaum nachvollziehbar. Mittelfeldspieler Tom Krauß machte seinem Frust nach dem Spiel deutlich Luft und sagte laut RUHR24: „Für mich geht der Ball ganz klar an die Hand. […] Hier geht’s um alles. Es ist nicht mehr zu verstehen, muss ich ganz ehrlich sagen.“ Auch Geschäftsführer Thomas Kessler kritisierte die Entscheidung scharf. „Das ist eine klare Vereitelung einer Torchance. Dass man das nicht sieht – dafür habe ich überhaupt kein Verständnis“, sagte er bei Sky.

BVB reagiert auf Elfer-Debatte: Ricken zeigt Verständnis

Schon vor der Pause hatte es eine VAR-Entscheidung gegen den Effzeh gegeben: Jahmai Simpson-Pusey sah nach einem Tritt gegen Maximilian Beier nach Videostudium die Rote Karte. Köln-Trainer Lukas Kwasniok bemängelte anschließend die zunehmende Unklarheit beim Einsatz des Videoassistenten: „Wir haben durch den VAR immer mehr Menschen, die etwas zu sagen haben. Aber dadurch immer mehr Unklarheit.“

Daniel Siebert und Marvin Schwäbe
Foto: IMAGO

Bemerkenswert fiel auch die Reaktion aus Dortmund aus. BVB-Geschäftsführer Lars Ricken räumte ein: „Den hätte man pfeifen können.“ Trainer Niko Kovac zeigte ebenfalls Verständnis für den Ärger der Gastgeber. „Ich hätte mich auch beschwert“, sagte der BVB-Coach nach dem Spiel.

Sportlich hatten Serhou Guirassy (16.) und Maximilian Beier (60.) Dortmund in Führung gebracht. Köln kam durch Jakub Kaminski (88.) noch einmal heran, doch der späte Ausgleich blieb aus. So drehte sich nach dem Schlusspfiff fast alles um die strittige Szene in der Nachspielzeit.

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