Nach dem Wechsel auf der Sportdirektor-Position äußert sich Ole Book erstmals zu wichtigen BVB-Themen. Dabei spricht er über Nico Schlotterbecks Zukunft und seine Pläne für den Kader.
Borussia Dortmund hat mit Ole Book einen neuen Sportdirektor vorgestellt – und der 40-Jährige steht direkt vor mehreren großen Aufgaben. Eine der drängendsten Personalien ist die Zukunft von Nico Schlotterbeck, zu der sich Book bei seiner Präsentation jedoch noch zurückhaltend äußerte.
„Ich bin da natürlich im Thema. Ich habe Nico schon geschrieben, wir werden zeitnah sprechen. Noch detaillierter will ich das jetzt aber nach dreieinhalb Stunden im Amt nicht kommentieren“, erklärte Book bei seinem ersten öffentlichen Auftritt im Signal Iduna Park.
Der Nachfolger von Sebastian Kehl, dessen Trennung am vergangenen Sonntag bekannt wurde, machte deutlich, dass er keine lange Anlaufzeit benötigt. „Ich werde sofort loslegen. Ich fühle mich absolut bereit“, betonte der frühere Manager der SV Elversberg. Die ersten Stunden im neuen Job nutzte er vor allem, um Mitarbeiter, Mannschaft und Trainerteam kennenzulernen – gleichzeitig kündigte er an: „Wir werden schnell ins inhaltliche Arbeiten kommen.“
Book will beim BVB neue „Perlen“ finden
Inhaltlich steht Book für einen offensiven, attraktiven Fußball – und für ein klares Konzept in der Kaderplanung. „Der neue Weg wird sicherlich von einer gewissen Attraktivität und einem Offensivstil geprägt sein“, sagte er. Dabei setzt der BVB künftig auf eine Mischung aus Erfahrung und Entwicklungspotenzial. Sportgeschäftsführer Lars Ricken unterstrich: „Es ist wichtig, den sportlichen Erfolg auch ein Stück weit abzusichern – mit einer Zwei-Wege-Strategie mit erfahrenen Spielern, wo sich die jungen Spieler anlehnen können.“

Books besondere Stärke liegt im Aufspüren bislang unterschätzter Talente. Diesen Ansatz will er nun auch in Dortmund verfolgen. „Wir werden versuchen, Perlen zu finden, die Borussia Dortmund besser machen“, erklärte er. Zugleich betonte er, dass Qualität nicht an Ligen gebunden sei: „Grundsätzlich glaube ich, dass gute Fußballer auch ligaübergreifend gute Fußballer sind.“
Die Herausforderung beim BVB sei dennoch eine andere Dimension als bei seinen bisherigen Stationen. Book sieht darin jedoch vor allem eine Chance: bessere Analyse- und Scoutingmöglichkeiten sowie größere Handlungsspielräume. Klar ist für ihn dabei vor allem eines: „Das Wichtigste ist jedoch der Erfolg der Mannschaft, das ist kurz-, mittel- und langfristig zu sehen.“

