Nach BVB-Aus: Weidenfeller hält emotionale Rede für Kehl

Nach dem überraschenden Aus von Sebastian Kehl bei Borussia Dortmund meldet sich Roman Weidenfeller mit emotionalen Worten zu Wort. Der Ex-Keeper würdigt seinen Freund und findet klare Aussagen zur Entscheidung des BVB.

Der überraschende Abschied von Sebastian Kehl bei Borussia Dortmund sorgt weiterhin für emotionale Reaktionen – besonders bei Roman Weidenfeller. Der frühere BVB-Torhüter fand am Rande eines Legendenspiels deutliche und persönliche Worte für seinen langjährigen Weggefährten. Nach dem 1:1 der BVB-Legenden gegen Benfica Lissabon wurde schnell klar, wie nahe Weidenfeller das Aus seines Freundes geht. „Daran sieht man, wie schnelllebig das Fußballgeschäft ist“, sagte der Weltmeister von 2014 zunächst mit Blick auf die plötzliche Trennung.

Dann wurde der 45-Jährige deutlich emotionaler. Über mehr als zwei Jahrzehnte habe Kehl den Verein geprägt – als Spieler, Kapitän und später als Sportdirektor. „Ich glaube, wir wissen auch alle, dass er 24 Jahre jeden Tag alles für die Borussia gemeistert hat“, betonte Weidenfeller und würdigte insbesondere dessen Einsatz hinter den Kulissen: „Man kann Sebastian nur danken für die Leidenschaft, die er immer an den Tag gelegt hat.“

Auch persönlich ließ Weidenfeller tief blicken. „Er wird natürlich immer mein Freund bleiben“, erklärte er – und machte damit deutlich, dass ihn die Entscheidung des Vereins nicht nur sportlich, sondern auch menschlich getroffen hat.

Trotz Kehl-Aus: Weidenfeller akzeptiert BVB-Kurs

Trotz aller Emotionen zeigte der ehemalige Keeper auch Verständnis für den Kurs der Klubführung. Eine Neuausrichtung gehöre zum Geschäft, selbst wenn sie verdiente Persönlichkeiten treffe. „Wenn es irgendwann mal eine Neuausrichtung gibt, dann ist davon jeder betroffen. Da kann sich keiner rausnehmen“, sagte er.

Roman Weidenfeller
Foto: IMAGO

Gleichzeitig richtet sich der Blick bereits nach vorne – zumindest in kleinerem Rahmen. Weidenfeller hätte Kehl gerne schon beim Jubiläumsspiel im Stadion Rote Erde auf dem Platz gesehen. „Ich hätte ihn gerne dazu überredet, hier mit dabei zu sein“, verriet er. Doch dafür sei der Abschied schlicht noch zu frisch gewesen.

Die Hoffnung auf ein Wiedersehen in Schwarzgelb bleibt dennoch bestehen – wenn auch in anderer Rolle. „Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass er irgendwann mal dabei ist“, sagte Weidenfeller mit Blick auf mögliche Einsätze in der BVB-Legendenmannschaft. Für ihn ist klar: Die gemeinsame Vergangenheit verbindet. Oder wie er selbst sagt: „Das war schließlich die tollste Zeit von uns beiden.“

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