Am vergangenen Mittwoch hat Ole Book offiziell seinen Dienst als neuer Sportdirektor bei Borussia Dortmund angetreten. Dass der 40-Jährige, der zuvor bei der SV Elversberg eigens für den BVB eine Ausstiegsklausel hatte, damit bei seinem Traumverein angekommen ist, wurde im Zuge dessen überdeutlich. Nun liegt es auch in den Händen Books, dass die Borussia auf absehbare Zeit wieder Titel feiern darf. Mit seiner in Elversberg zur Genüge bewiesenen Spürnase soll Book seinen Teil dazu beitragen.
Nachdem in den vergangenen Jahren einige teure Verpflichtungen nicht, noch nicht oder nicht wie erhofft funktioniert haben, ist mit der Personalie Book auch eine neue Transferstrategie verbunden. Der BVB will sich künftig nicht mehr nur bei der Bundesliga-Konkurrenz und in der Premier League nach Verstärkungen umsehen, sondern auch wieder zu kreativeren Lösungen greifen.
Der nächste Maza soll nicht wieder bei der Konkurrenz landen
Wie der kicker berichtet, könnte nicht zuletzt dank Books Insiderkenntnissen auch die 2. Bundesliga für den BVB wieder interessanter werden – auch, damit hochveranlagte Spieler wie Ibrahim Maza, der im vergangenen Sommer von Hertha BSC zu Bayer Leverkusen gewechselt ist, in Zukunft nicht mehr bei der Konkurrenz auf internationales Niveau durchstarten.

Ein Gerüst an erfahrenen Profis soll zwar immer vorhanden sein – aktuell etwa mit Gregor Kobel, Waldemar Anton, Felix Nmecha und im Falle seiner erhofften Verlängerung Nico Schlotterbeck – aber zugleich soll der Fokus wieder mehr auf der Weiterentwicklung von jungen Spielern liegen, die im Idealfall aus dem eigenen Nachwuchs stammen, aber auch aus kleineren Ligen hinzugeholt werden könnten.
Schon die näherrückende Sommertransferperiode verspricht unter diesem Gesichtspunkt Spannung. Zwar ist einerseits schon die eine oder andere namhafte Verstärkung denkbar, aber es würde auch nicht überraschen, wenn der BVB mit Book Neuzugänge präsentieren würde, die noch keinen großen Namen haben.
