„In guter Verfassung“: Piszczek glaubt an BVB-Coup gegen Bayern

Borussia Dortmund hofft im Klassiker gegen den FC Bayern auf das Ende der Negativserie. BVB-Ikone Lukasz Piszczek erklärt, warum er an einen Heimsieg glaubt – und blickt zugleich auf schmerzhafte Duelle zurück.

Vor dem Bundesliga-Topspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München blickt Lukasz Piszczek mit Zuversicht auf seinen ehemaligen Klub. Der langjährige BVB-Profi, der in seiner aktiven Zeit zehn Siege gegen den Rekordmeister feiern konnte, traut den Schwarz-Gelben am Samstagabend eine Überraschung zu.

„Ich glaube, dass der Negativlauf gegen die Bayern am Samstag enden kann. Dortmund befindet sich in einer guten Verfassung“, erklärte der 40-Jährige im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten. Tatsächlich wartet der BVB seit acht Jahren auf einen Heimsieg im Klassiker, doch zumindest die aktuelle Saisonbilanz im eigenen Stadion macht Mut: In der Bundesliga ist Dortmund zuhause noch ungeschlagen, neun von elf Partien wurden gewonnen.

Vor allem die defensive Stabilität imponiert Piszczek. „Den bisherigen Saisonverlauf mit jetzt schon 52 Punkten und nur 22 Gegentoren bewerte ich absolut positiv“, betonte der ehemalige Rechtsverteidiger. Auch wenn er den Münchnern im Titelrennen weiterhin die besten Karten einräumt, sieht er die Dortmunder gut gerüstet für das direkte Duell.

Verpasste Meisterschaft mit dem BVB schmerzt Piszczek bis heute

Mit Blick auf den Meisterschaftskampf bleibt Piszczek dennoch realistisch. „Ob die Bayern Meister werden, liegt am Ende aber nur an München selbst“, stellte er klar. Ein Einbruch des Tabellenführers sei zwar theoretisch möglich, wirklich daran glauben mag der Pole jedoch nicht.

Lukasz Piszczek
Foto: IMAGO

Im Vorfeld des Klassikers erinnerte sich Piszczek zudem an prägende Duelle mit den Bayern – im Guten wie im Schlechten. Besonders schmerzhaft bleibt für ihn die verpasste Meisterschaft 2019. „Nach 42 Punkten in der Hinrunde muss man Meister werden! Den Titel nicht zu gewinnen, war sicher das zweitschlimmste Erlebnis meiner Karriere“, sagte er rückblickend. Noch gravierender sei lediglich die Niederlage im Champions-League-Finale 2013 gewesen, die ihn „am meisten“ schmerze.

Trotz dieser bitteren Erinnerungen überwiegt vor dem nächsten Klassiker der Optimismus. Piszczek setzt auf die Heimstärke und die aktuelle Form seines Ex-Klubs – und glaubt fest daran, dass der BVB ausgerechnet gegen die Bayern ein Ausrufezeichen setzen kann.

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