Borussia Dortmund gewinnt zwar mit 2:1 beim 1. FC Köln, doch zufrieden sind die Verantwortlichen damit nicht. Nach Abpfiff kommt es in der Kabine zu einer deutlichen Ansprache der BVB-Bosse.
Der 2:1-Auswärtssieg von Borussia Dortmund beim 1. FC Köln sorgte intern für deutliche Worte. Trotz der drei Punkte waren die Verantwortlichen mit dem Auftritt der Mannschaft alles andere als zufrieden. Direkt nach Abpfiff kam es zu einer intensiven Aussprache in der Kabine.
Trainer Niko Kovac, Sportdirektor Sebastian Kehl und Sport-Geschäftsführer Lars Ricken suchten unmittelbar das Gespräch mit den Spielern. Hintergrund war vor allem der Auftritt in der Schlussphase, als der BVB trotz klarer Führung plötzlich ins Wanken geriet.
Die Dortmunder lagen durch Treffer von Serhou Guirassy und Maximilian Beier mit 2:0 vorne. Zudem spielte Köln nach einer Roten Karte kurz vor der Pause in Unterzahl. Dennoch verlor der BVB nach der Führung zunehmend die Kontrolle über die Partie. Als Köln in der 88. Minute den Anschlusstreffer erzielte, wurde es noch einmal hektisch. In der Nachspielzeit drängten die Gastgeber sogar auf den Ausgleich. Dass Dortmund den Sieg letztlich über die Zeit brachte, änderte nichts an der Kritik der Verantwortlichen.
Niko Kovac findet deutliche Worte zum BVB-Auftritt
Sebastian Kehl bestätigte nach der Partie in der Mixed-Zone – unter anderem gegenüber BILD und RUHR24 – eine klare Ansprache. „Wir haben gerade sehr intensiv diskutiert mit der Mannschaft, um ein Gefühl dafür zu bekommen, warum wir nach dem 2:0 nicht weiter nach vorne spielen und auf ein drittes oder viertes Tor gehen.“

Auch Trainer Niko Kovac sprach den Spannungsabfall offen an: „Man denkt, man kann mal ein bisschen weniger machen, weil wir schon 2:0 führen und ein Mann mehr sind. Aber es geht nicht, es geht nicht!“ Für Kehl ist klar, dass solche Phasen nicht zum Anspruch des Vereins passen. „Ich habe die Erwartungshaltung, dass jeder Spieler von Borussia Dortmund für diesen Klub an jedem Wochenende alles gibt.“
Neben der Leistung sorgte auch eine Szene um Serhou Guirassy kurzzeitig für Gesprächsstoff, nachdem der Stürmer nach seiner Auswechslung nicht eindeutig mit Kovac abklatschte. Kehl wollte die Situation jedoch nicht überbewerten: „Es hat vielleicht auch damit zu tun, dass die Jungs mit sich selbst nicht zufrieden sind. Frustration und Enttäuschung über die eigene Leistung. Vielleicht können wir es auch mal so werten.“

