Trotz der Einleitung zweier Gegentore beim 4:3-Sieg in der Schweiz erhielt Nico Schlotterbeck auch am Montagabend im zweiten und letzten Test der aktuellen Länderspielpause gegen Ghana das Vertrauen von Bundestrainer Julian Nagelsmann und zahlte mit einer ordentlichen Leistung zurück. Im Anschluss an die Partie rückte indes waren nicht die 90 Minuten zuvor das beherrschende Thema, sondern Schlotterbecks Zukunft auf Vereinsebene.
Angesprochen auf eine wenige Stunden zuvor von Sky publizierte Meldung, dass seine Vertragsverlängerung bei Borussia Dortmund unmittelbar bevorstünde, zeigte sich Schlotterbeck verwundert und ließ in einer Medienrunde ein deutliches Dementi folgen.
„Ich sage ganz ehrlich, ich muss klar dementieren. So weit sind wir leider nicht. Ich bin sehr überrascht über die Berichterstattung, dass die Unterschrift kurz bevorsteht“, so Schlotterbeck, der eigentlich schon eine Entscheidung „in den nächsten Wochen“ anvisiert hatte, die aber nach dem Aus von Sebastian Kehl als Sportdirektor nun so nicht mehr zu erwarten ist.
Schlotterbeck kündigt Gespräche mit Book an
„Ich habe lange mit Sebastian verhandelt. Er ist jetzt nicht mehr da“, erklärte Schlotterbeck und ließ durchblicken, zwar nun auch zeitnah mit Kehl-Nachfolger Ole Book sprechen zu wollen, aber dass es kurzfristig zu keiner Unterschrift kommen wird: „Jetzt hat sich die Situation schon ein bisschen verändert. Da muss ich jetzt einfach schauen. Ich werde jetzt mit Ole die Gespräche führen. Aber es ist jetzt auf jeden Fall nicht so weit, dass wir über ‚kurz vor Verlängerung‘ schreiben können. Deswegen musste ich dazu jetzt auch mal etwas sagen.“

Darüber, dass viele Anhänger nun erst einmal enttäuscht sind, ist sich Schlotterbeck bewusst, bat aber auch um Verständnis:“Es ist auch blöd für die BVB-Fans, aber das ist jetzt keine einfache Situation für mich.“
Die Rahmenbedingungn eines neuen Vertrages scheinen allerdings schon weitgehend festgezurrt. Schlotterbeck soll bis 2031 unterschreiben und pro Saison bis zu 14 Millionen Euro verdienen. Das neue Arbeitspapier soll zudem eine ab Sommer 2027 gültige Ausstiegsklausel im Bereich von 60 Millionen Euro enthalten.
