Wie im DFB-Pokal verliert Borussia Dortmund auch in der Bundesliga zu hause mit 0:1 gegen Bayer Leverkusen. Eine Partie in sonderbarer Atmosphäre sei dies gewesen, meint die Presse, die dem BVB vor allem Ideenlosigkeit attestiert.
Der Tagesspiegel lässt die dpa formulieren: „Uninspiriert und träge“ sei der Auftritt des BVB gewesen, der Tag insgesamt einer zum Vergessen. Zwar habe der BVB das Spiel in der ersten halben Stunde geprägt. „Doch gegen abwartende Gäste tat sich Dortmund schwer.“ Während Dortmund Mühe hatte, für Gefahr zu sorgen, nutzte Robert Andrich einen „verheerenden Abspielfehler“ von Ramy Bensebaini zur Führung.
Der anschließende medizinische Notfall im Publikum sorgte für Stille im Stadion. Schwung bekam der BVB so trotz einiger Wechsel von Niko Kovac nicht mehr in die Partie. Immerhin ein Lattenschuss gelang Serhou Guirassy, ansonsten sei der BVB „ideenlos“ geblieben.
Die Sportschau erwähnt dazu die 80 Prozent Ballbesitz, die ein dominanter BVB zu Beginn erreichte, lange sei das Team besser gewesen – aber erfolglos. Die Leverkusener Führung sei „völlig überraschend“ gekommen. Im zweiten Durchgang ging immer weniger beim BVB zusammen, der zwar häufig bis zum Strafraum kam – „dort war dann meistens auch wieder Schluss“. Auch hier heißt das Urteil: „offensiv ideen- und harmlos“.

Zweite Hälfte „voller Fehler und Unkonzentriertheiten“
Zunächst Pfiffe der eigenen Fans gegen Schlotterbeck, dann die Stille. Einen „sonderbaren Nachmittag“ erlebte Jonas Ortmann für die WAZ in Dortmund. „Über viele Strecken tempoarm“ sei das Spiel gewesen, in dem der BVB die vorzeitige Qualifikation für die Champions League verpasste. Als sich dann auch noch die „gespenstische Stimmung“ durch die Stille auf den Rasen übertrug, zeigte sich eine zweite „Halbzeit (…) voller Fehler und Unkonzentriertheiten“. Weil der BVB zunehmen unglücklich agierte, sei die Stimmung dann auch noch in Frust umgeschlagen.
Die Rheinische Post betrachtet das Spiel aus der Perspektive der Gäste. Der Beginn sei wie erwartet verlaufen: „Dortmund startete mit mehr Zug, Leverkusen sortierte sich zunächst in der eigenen Hälfte. Die Westfalen spielten energischer nach vorn (…) wirklich zwingend wurde es allerdings selten.“ Leverkusen habe dann immer besser ins Spiel gefunden und vor allem nach der Führung defensiv nicht gewankt. Allerdings habe der BVB auch zunehmend den Faden verloren. „Zu fahrig, zu ungenau, vor allem ohne klare Idee“ sei Borussia Dortmund aufgetreten.

