Ryerson auf Rekordkurs: BVB-Star zieht mit Beckenbauer gleich

Nach einer herausragenden Saison steht Julian Ryerson beim BVB kurz davor, Bundesliga-Geschichte zu schreiben. Der Verteidiger hat bereits mit Bayern-Legende Franz Beckenbauer gleichgezogen und jagt nun den Assist-Rekord.

Julian Ryerson erlebt bei Borussia Dortmund eine außergewöhnliche Saison – und das ausgerechnet auf einer Position, die normalerweise nicht für spektakuläre Offensivzahlen bekannt ist. Der norwegische Rechtsverteidiger hat sich mit seinen Leistungen in der Bundesliga in den Fokus gespielt und steht kurz davor, Geschichte zu schreiben.

Mit aktuell 13 Assists gehört Ryerson nicht nur zu den besten Vorlagengebern der Liga, sondern hat auch bereits einen besonderen Meilenstein erreicht: In der Liste der Verteidiger mit den meisten Assists in einer Bundesliga-Saison zog er mit Größen wie Franz Beckenbauer gleich. Nur zwei Vorlagen fehlen dem BVB-Star noch, um den Rekord einzustellen, drei, um ihn sogar zu brechen. Angesichts der verbleibenden drei Spiele scheint das durchaus realistisch.

Bemerkenswert ist vor allem die Entwicklung des 28-Jährigen. In der vergangenen Saison kam Ryerson lediglich auf vier Vorlagen – nun hat er diesen Wert mehr als verdreifacht. Besonders bei Standardsituationen ist der Norweger zu einer echten Waffe geworden. Ein Großteil seiner Assists resultiert aus ruhenden Bällen (8), bei denen er regelmäßig Gefahr ausstrahlt.

Klare Botschaft vom BVB: Ryerson soll unbedingt bleiben

Auch im ligaweiten Vergleich spielt Ryerson ganz vorne mit. Nur Michael Olise weist mehr Assists auf (18), während sich der Dortmunder Rang zwei mit Bayern-Star Luis Díaz teilt. Selbst im internationalen Vergleich gehört er zur Spitze: Unter den Verteidigern in Europas Topligen liegt lediglich Federico Dimarco (18) vor ihm.

Julian Ryerson
Foto: IMAGO

Neben seiner Vorlagenstärke fallen vor allem seine enormen Aktivwerte ins Auge. Kaum ein anderer Spieler schlägt so viele Flanken (139) oder bringt so viele Flanken und Pässe (241) in den Strafraum wie Ryerson. Diese Offensivpräsenz ist für einen Defensivspieler außergewöhnlich und macht ihn zu einem entscheidenden Faktor im Dortmunder Spiel.

Die starken Leistungen bleiben auch intern nicht unbemerkt. Geschäftsführer Lars Ricken machte Anfang März in einem WAZ-Interview deutlich, wie wichtig der Norweger für den Klub ist: „Julian ist absoluter Leistungsträger, ein Mentalitätsmonster, das dazu auch unseren Standardsituationen mit seiner Qualität eine unglaubliche Gefahr gibt. Wir haben überhaupt nicht vor, ihn abzugeben.“

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