Anlaufzeit vorbei: Warum Fabio Silva beim BVB liefern muss

Manuel Behlert

Im Sommer 2025 verpflichtete der BVB Fabio Silva, einen Stürmer aus Portugal, von den Wolverhampton Wanderers. Mehr als 20 Millionen Euro ließ sich der BVB diesen Spieler kosten.

Seine Statistiken in der Bundesliga waren bisher eher dürftig. 28 Einsätze, viele davon als Joker, zwei Tore und sechs Vorlagen: So sieht die Bilanz von Silva bis dato aus. Es gab einige gute Momente, aber auch viel Frust.

Das hatte mehrere Gründe, unter anderem wurde er nicht immer ideal eingesetzt. Silva ist ein Spieler, der nicht nur im Sturmzentrum auftaucht, der sich Freiheiten nimmt, diese aber auch benötigt. Das muss taktisch einkalkuliert sein, oftmals war es das nicht oder zumindest nicht ideal.

Silva-Saison mit Höhen und Tiefen

Trotzdem lässt sich aus der ersten Saison im Trikot der Schwarzgelben einiges mitnehmen. Silva hat sich langsam an die Anforderungen in der Bundesliga, das körperliche Spiel, gewöhnt. Hinzu kommt, dass er gelernt hat, wie der BVB tickt. Das ist bei einem solchen Traditionsverein auch immer wichtig.

Gab es nämlich vor dem Winter noch viele Gerüchte, er wolle den Verein schon wieder verlassen, wurden eben jene im Verlauf der Saison immer leiser. Er verstand, worauf es ankommt. Und hat in der Rückrunde bei seinen Einsätzen auch deutlich häufiger angedeutet, warum er so wertvoll sein kann.

Fabio Silva
Foto: IMAGO

Es ist nicht so, dass Silva der geborene Torjäger ist. Das war er noch nie. Er ist eher ein Zuarbeiter, jemand, der gepaart mit dem ein oder anderen, sehr torgefährlichen Offensivspieler, Räume schafft, im Kombinationsspiel Akzente setzt. Zwar sind bei mehr als 800 Minuten auch mehr als zwei Ligatore der Anspruch, aber niemand kann erwarten, dass Silva die Liga in ihre Einzelteile schießt.

Nach einer Saison mit Höhen und Tiefen folgt die Erkenntnis, dass man den Spieler und seine bisherigen Leistungen klar differenziert betrachten muss.

Silva: Jetzt muss die Steigerung her

Eine gewisse Eingewöhnungphase muss man jungen Spielern gewähren. Erst recht dann, wenn sie in ihrer Karriere generell Probleme damit hatten, eine gewisse Kontinuität zu erlangen. Genau das war bei Silva, der viele Vereinswechsel erlebte, der Fall.

Doch Fußball ist nun einmal auch ein Leistungssport. Und irgendwann muss abgeliefert werden und das Woche für Woche. Denn ein Transfer im Wert von mehr als 20 Millionen Euro ist für den BVB auch nichts, was man einfach mal nebenbei abwickelt und dann schaut, wie sich die Dinge entwickeln.

Fabio Silva steht vor einer für ihn wegweisenden Saison. Er muss schon die Vorbereitung nutzen, um Niko Kovac davon zu überzeugen, mehr Spielzeit zu erhalten. Und in dieser Spielzeit muss er dann umso mehr zeigen als vorher. Jedem Ball nachgehen, Tore erzielen wollen, seine Mitspieler in Szene setzen wollen.

Kurz gesagt: Wenn er sich wirklich auf einem sehr hohen Niveau etablieren will, dann ist jetzt die Zeit gekommen, um auch abzuliefern.

THemen
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