Die Freude über den 2:0-Sieg im Bundesliga-Auftaktsspiel gegen den Hamburger SV fiel bei Borussia Dortmund aufgrund der mutmaßlich schweren Knieverletzung von Neuzugang Giannis Konstantelias zwar etwas gedämpft aus, doch alleine auf die 90 Minuten auf dem Spielfeld bezogen, herrschte im schwarz-gelben Lager am Samstagabend große Zufriedenheit vor.
Der auf der BVB-Homepage zitierte Trainer Niko Kovac war natürlich vor allem mit dem Ergebnis, noch mehr aber mit der gezeigten Leistung insbesondere in den ersten 45 Minuten mehr als einverstanden: „Ich habe mir einen Sieg gewünscht. Die Art und Weise, wie wir es geschafft haben, vor allem in der ersten Halbzeit, macht mich sehr froh. Das war das, was wir spielen können, was wir spielen müssen, gerade zu Hause. Das hat Lust auf mehr gemacht. Für mich ist entscheidend, wie viele Chancen wir uns erspielt haben. Denn je mehr Chancen du hast, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass du die Spiele dann auch gewinnst.“
Ähnlich äußerte sich auch Ole Book: „Die ersten 45 Minuten waren sehr dominant, sehr spielfreudig. Hamburg hatte keine einzige Abschlusssituation, wir hingegen sehr viele. Es hat Spaß gemacht, zuzugucken“, so der Sportdirektor, während Geschäftsführer Lars Ricken aus beiden Hälften unterschiedliche Positivaspekte zog: „In der ersten Halbzeit haben wir gezeigt, dass wir mit dem Potenzial und den Möglichkeiten, die wir haben, Außergewöhnliches entwickeln können. Die zweite Halbzeit hat aber auch gezeigt, dass du dir in der Bundesliga alles hart erarbeiten musst. Ich glaube prinzipiell, es war einfach gut, dass wir die positive Grundstimmung heute bestätigt haben.“
Anton und Kobel sehen Steigerungspotential
Waldemar Anton ging unterdessen etwas näher auf die nicht mehr ganz so überzeugende zweite Hälfte ein und sieht Optimierungsbedarf: „Wenn man so dominiert, will man den Sack natürlich auch zumachen. Wir haben uns dann aber schwer getan. Das ist eine Sache, die wir auch aufarbeiten müssen. Eine starke Halbzeit wird nicht immer reichen“, so der Innenverteidiger, dessen Fazit gleichwohl auch positiv war: „Nichtsdestotrotz ist es auch eine Qualität, am Ende mit einem Mann weniger zu spielen und trotzdem zu gewinnen.“

Gregor Kobel merkte ebenfalls noch Luft nach oben an, freute sich letztlich aber doch weitgehend uneingeschränkt über den Auftaktdreier: „Es gibt sehr viel Positives, das wir heute mitnehmen können. Ich hätte es natürlich noch besser gefunden, wenn wir noch ein, zwei Tore mehr geschossen hätten. Aber das ist Wunschdenken. Man muss mit dem zufrieden sein, was man kriegt.“
