Nachdem den Sommer über immer wieder Wechselgerüchte um beide Top-Stürmer aufgekommen sind, haben Serhou Guirassy und Fabi Silva wesentlichen Anteil daran, dass Borussia Dortmund den verlorenen Supercup ausgeklammert einen perfekten Saisonstart hingelegt hat. Beide sind aktuell in so guter Form, dass Trainer Niko Kovac darüber nachdenkt, von seiner bisherigen Grundformation abzuweichen und eine Doppelspitze zu installieren.
Während für den im DFB-Pokal beim HEBC Hamburg (5:0) geschonten Guirassy in vier Pflichtspieleinsätzen vier Tore und ein Assist zu Buche stehen, sind für Silva in ebenfalls vier Einsätzen drei Treffer und eine Vorlage notiert, obwohl der Portugiese außer im Pokal stets nur als Joker kam. Seine Vorlage verbuchte Silva nun am Dienstag beim 3:2-Auftaktsieg in der Champions League gegen den FC Villarreal, als der 24 Jahre alte Portugiese kurz nach seiner Einwechslung den auf dem Feld verbliebenen Guirassy mustergültig bediente.
Für seinen erneut starken Kurzauftritt erhielt Silva jede Mengel Lob, unter anderem von Gregor Kobel, und Guirassy macht kein Geheimnis daraus, sich auch längerfristig einen Doppelsturm gut vorstellen zu können: „Wir spielen sehr gerne zusammen. Im Training haben wir viel Spaß zusammen, er ist ein Super-Spieler.“
Silva bestätigt seinen sechs Jahre älteren Kollegen in Bild: „Ich spiele besser mit ihm und er spielt besser mit mir. Wir können uns gegenseitig mehr Raum verschaffen. Ich glaube, die Leute können dieses Duo genießen.“
Kovac schließt Doppelspitze nicht aus
Coach Kovac hat natürlich registriert, dass die beiden Mittelstürmer harmonieren und schließt gegenüber Bild alles andere als aus, dass beide in Zukunft zusammen auflaufen werden: „Man sieht, dass wir dieses System mit zwei Stürmern genauso gut spielen können wie das System mit einem zentralen und zwei Flügelspielern. Wir haben dort Flexibilität, Variabilität.“

Die nächste Gelegenheit, mit zwei Spitzen zu agieren, bietet sich am Samstag. Im Heimspiel gegen den SC Paderborn wird der BVB dominant erwartet, sodass zwei zentrale Angreifer eine Überlegung wert wären. Allerdings wird Kovac auch den Nachteil dieser Variante im Kopf haben. Denn ein frischer Mittelstürmer wäre dann auf der Bank nicht mehr verfügbar.
