Borussia Dortmund ist in Jürgen Klopps erstem DFB-Kader mit drei Profis vertreten. Ein BVB-Star schafft es dagegen nicht ins XXL-Aufgebot.
Jürgen Klopp hat seinen ersten Kader als Bundestrainer präsentiert – und dabei auch bei den Profis von Borussia Dortmund eine klare Auswahl getroffen. Für die vier anstehenden Nations-League-Partien nominierte der 59-Jährige insgesamt 44 Spieler. Vom BVB sind Nico Schlotterbeck, Felix Nmecha und Waldemar Anton dabei. Maximilian Beier erhielt dagegen keine Einladung.
Klopp setzt bei seinem ersten Lehrgang auf ein ungewöhnliches Konzept. Statt eines durchgängigen Aufgebots teilte er die Nationalspieler auf zwei Kader auf. Die erste Gruppe tritt gegen die Niederlande am 24. September in Amsterdam und drei Tage später gegen Griechenland in Augsburg an.
Anschließend stehen die Begegnungen mit Serbien am 1. Oktober in München sowie das Rückspiel gegen Griechenland am 4. Oktober in Thessaloniki an. Eine besondere Rolle nimmt Schlotterbeck ein. Der Dortmunder steht zwar zunächst nur im ersten Kader, soll nach seiner längeren Pause aber möglichst über den gesamten Zeitraum bei der DFB-Elf bleiben.
Klopp nominiert DFB-Stars Schlotterbeck, Nmecha und Anton
Klopp erklärte: „Schlotterbeck, Musiala und Gnabry hatten eine etwas schwierige Zeit hinter sich. Sie bleiben – wenn es irgendwie geht – die kompletten zwei Wochen, um ihnen Rhythmus zu geben und sie im normalen Mannschaftstraining zu haben“. Neben Schlotterbeck vertreten Nmecha und Anton den BVB. Auch der ehemalige Dortmunder Karim Adeyemi, der inzwischen in Barcelona spielt, wurde von Klopp berücksichtigt.

Auffällig ist zudem die große Zahl unerfahrener Spieler. 16 Profis aus dem XXL-Aufgebot haben bislang noch kein A-Länderspiel absolviert. Klopp möchte die kommenden Begegnungen offenbar nutzen, um sich einen umfassenden Eindruck von möglichen Nationalspielern der Zukunft zu verschaffen.
„Wir sehen was in den Jungs, wir sehen ganz viel Potenzial. Es ist uns ganz viel Talent ins Auge gesprungen. Wer kann in zwei Jahren eine Stütze sein?“, sagte der Bundestrainer. Bei seiner Auswahl richtet Klopp den Blick dabei bewusst auf die vorhandenen Möglichkeiten: „Wir haben nicht geguckt, was haben wir nicht, sondern was haben wir. Ich bin happy mit der Auswahl.“

