Im Sommer wechselte der junge Brasilianer Kaua Prates von Cruzeiro zu Borussia Dortmund. Der flexibel einsetzbare Defensivspieler galt dabei durchaus als eine Art Schnäppchen.
18 Jahre alt ist Prates mittlerweile, hat sich in Dortmund schon ganz gut eingelebt. Drei Spiele absolvierte er für den BVB, eines im Pokal, eines in der Liga und eines in der Champions League.
Allzu viele Minuten sind dabei noch nicht herumgekommen. Das hängt allerdings auch damit zusammen, dass Prates direkt im Sommer an einer Verletzung laborierte und nicht sofort vollumfänglich ins Training einsteigen konnte.
Akklimatisierung abgeschlossen: Prates ist bereit
Hinzu kam natürlich auch, dass er als Teenager erstmals weit weg von der Heimat lebt. Es musste natürlich ein Akklimatisierungsprozess stattfinden, der jetzt langsam abgeschlossen ist. Natürlich geht es dabei nicht um den fußballerischen, sondern eher um den privaten, persönlichen Prozess.

Prates ist „angekommen“. Er weiß jetzt, womit er in Deutschland konfrontiert wird, wie seine neue Umgebung aussieht, wie seine Mitmenschen sich verhalten. Jetzt kann er sich mehr und mehr auf den Fußball konzentrieren. Und genau das ist eine fantastische Nachricht für die Dortmunder.
Denn es lief bisher schon sehr ordentlich. Und andere Neuzugänge, darunter Joane Gadou und Konstantinos Karetsas, haben schon auf sich aufmerksam gemacht.
Prates will Einsatzminuten sammeln
Für Prates geht es jetzt darum, die nächsten Schritte zu machen. Das heißt, dass er sich im Training immer mehr hervortun muss. Er muss sich anbieten, Kovac quasi aufdrängen. Wenn er das schafft, dann wird er auch Spielminuten sammeln, denn nach den Länderspielen geht es quasi im Dreitagesrhythmus weiter für den BVB, angefangen mit einem Heimspiel gegen Werder Bremen.
Prates wird einer der Rotationsspieler sein, auch, weil er nicht nur links spielen kann, sondern auch im Zentrum verteidigen kann. Mit seinem eigentlich guten Aufbau und seiner Dynamik ist er hierfür absolut prädestiniert. Er kann die dynamische Rolle in der Dreierkette einnehmen, aber auch ein etwas konservativerer Spieler als linker Wingback sein.
In jedem Fall hat er sich vorgenommen, recht schnell in Dortmund Fuß zu fassen. Das bedeutet nicht, dass er sofort Stammspieler werden muss, aber eben eine ernsthafte Alternative, die immer wieder von Beginn an spielt. Wenn das gelingt, dann ist der erste große Zwischenschritt getan. Und es gibt einiges, dass darauf hindeutet, dass Prates jetzt wichtiger wird. Dann liegt es an ihm selbst, daraus das Maximum zu machen.
