„Schlichtweg die beste Option“: BVB-Kandidat erklärt seine Absage

Lukas Neth

Nathan de Cat galt im vergangenen Sommer als begehrtes Talent. Neben dem VfB Stuttgart soll auch Borussia Dortmund Interesse am belgischen U21-Nationalspieler gehabt haben. Am Ende entschied sich der 18-Jährige jedoch für einen Wechsel zur TSG Hoffenheim – und erklärt nun, warum.

Für 17 Millionen Euro plus mögliche Bonuszahlungen wechselte der Mittelfeldspieler vom RSC Anderlecht nach Hoffenheim. Obwohl mit dem BVB und Stuttgart zwei Klubs, die in dieser Saison in der Champions League spielen, Interesse zeigten, fiel seine Wahl auf die TSG.

Ausschlaggebend war für de Cat vor allem die Aussicht auf regelmäßige Spielzeit. „Die handelnden Personen hier waren extrem wichtig für mich. Und natürlich die Aussicht auf Spielzeit. Für einen jungen Spieler ist es das Wichtigste, so viele Minuten wie möglich zu sammeln“, erklärte der Belgier gegenüber der BILD.

De Cat wollte bei seiner Karriereplanung offenbar nicht allein auf den Namen des Klubs schauen. Statt eines Wechsels zu einem Topverein wie Borussia Dortmund entschied er sich für ein Umfeld, in dem er bessere Chancen auf regelmäßige Einsätze sieht.

„Ich finde, man muss zur richtigen Zeit die richtigen Leute und den richtigen nächsten Schritt wählen. Hoffenheim war für mich schlichtweg die beste Option“, sagte der 18-Jährige.

Damit erteilte de Cat auch dem offenbar vorhandenen Interesse des BVB eine Absage. Gleichzeitig sieht der Mittelfeldspieler durchaus die Möglichkeit, mit Hoffenheim langfristig selbst auf der großen europäischen Bühne zu spielen.

„Und warum sollte ich nicht irgendwann mit Hoffenheim in der Champions League spielen?“, erklärte de Cat mit einem Schmunzeln.

De Cat lässt sich von Millionen nicht beeindrucken

Auch die Spekulationen um seine Ablöse und seinen steigenden Marktwert beschäftigen den Belgier nach eigener Aussage nur wenig. Sein Marktwert liegt mittlerweile bei mehr als 25 Millionen Euro.

„Ehrlich gesagt interessiert mich diese Zahl nicht wirklich. Ich möchte einfach nur Fußball spielen und die Zeit mit meinen Mitspielern genießen“, betonte de Cat.

Nathan De Cat
Foto: IMAGO

Auch abseits des Platzes hat sich der Youngster bewusst für ein ruhiges Umfeld entschieden. De Cat lebt gemeinsam mit seinem Vater in einer Wohngemeinschaft in Nußloch. „Ich denke, dass er auf jeden Fall das erste Jahr hier bei mir bleiben wird, und dann schauen wir weiter. Es hilft mir sehr dabei, mich einzuleben“, erklärte er.

Die beschauliche Umgebung im Kraichgau empfindet der Belgier dabei als Vorteil. Anders als zuvor in Brüssel könne er dort relativ unbehelligt seinen Alltag verbringen. „Als Fußballer kann man einfach spazieren gehen, ohne dass einen ständig jemand bemerkt. Das gefällt mir wirklich sehr gut“, so de Cat.

Für Hoffenheim absolvierte der Mittelfeldspieler bislang vier Pflichtspiele. Zuletzt blieb er allerdings zweimal in Folge in der Bundesliga ohne Einsatz.

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