Borussia Dortmund hat zuletzt auf zahlreichen wichtigen Positionen langfristig für Klarheit gesorgt. Bei Matthias Sammer steht eine solche Entscheidung allerdings noch aus. Der Vertrag des langjährigen externen Beraters läuft im kommenden Sommer aus – und eine weitere Zusammenarbeit ist offenbar keineswegs sicher.
Wie die BILD berichtet, haben die Dortmunder bislang noch keine Entscheidung über eine Verlängerung getroffen. Dabei arbeitet Sammer bereits seit 2018 wieder für den BVB und galt über Jahre als wichtiger Ansprechpartner der sportlichen Führung.
Hinter der offenen Zukunft steckt offenbar auch die veränderte Aufgabenverteilung innerhalb des Klubs. Nach dem Wechsel auf der Position des Sportdirektors haben sich die Abläufe bei den Schwarzgelben verändert. Während Sammer zuvor eng in sportliche Entscheidungen eingebunden war, setzt der neue Sportdirektor Ole Book bei der Kaderplanung dem Bericht zufolge noch auf den 59-Jährigen.
Kovac tauscht sich regelmäßig mit Sammer aus
Einen wichtigen Fürsprecher besitzt Sammer weiterhin in Niko Kovac. Nach Informationen der BILD stehen der BVB-Coach und der frühere Europameister in einem engen Austausch. Mehrmals pro Woche sollen sich beide über sportliche Themen unterhalten.
Ob das für einen neuen Vertrag reicht, bleibt abzuwarten. Anders als bei Sammer zeichnet sich bei Kovac selbst bereits eine langfristige Lösung ab. Der aktuelle Vertrag des Trainers läuft bis 2027, die Gespräche über eine Verlängerung sind jedoch weit fortgeschritten. Die Unterschrift unter ein neues Arbeitspapier wird für November erwartet.
Auch auf der Führungsebene hat Dortmund zuletzt Nägel mit Köpfen gemacht. Die Verträge der Geschäftsführer Lars Ricken, Carsten Cramer und Thomas Treß wurden bereits Ende September vorzeitig verlängert. Sammer gehört damit zu den wenigen prominenten Personalien, bei denen die Zukunft noch nicht geklärt ist.
Sammer kann sich Aufgabe beim DFB vorstellen

Parallel zur offenen Situation beim BVB brachte sich Sammer zuletzt für eine mögliche Aufgabe beim Deutschen Fußball-Bund ins Gespräch. Eine beratende Tätigkeit beim Neuaufbau des DFB könne er sich grundsätzlich vorstellen.
„Wenn jemand glaubt, dass das gut sein könnte, kann er mich immer fragen“, erklärte Sammer am Mittwoch.
Ob sich daraus tatsächlich eine konkrete Alternative zu seiner Tätigkeit in Dortmund entwickelt, ist derzeit offen. Klar ist lediglich, dass der BVB in den kommenden Monaten entscheiden muss, ob die seit 2018 bestehende Zusammenarbeit fortgesetzt wird.
Sammer verbindet eine lange Geschichte mit Borussia Dortmund. Im Jahr 2000 übernahm er den BVB als Trainer und führte die Schwarzgelben zwei Jahre später zur deutschen Meisterschaft. Seit seiner Rückkehr 2018 begleitet er den Klub als externer Berater. Ob dieses Kapitel im kommenden Sommer endet, ist derzeit völlig offen.

