Nach der Verpflichtung mehrerer Nachwuchsspieler hat der BVB offenbar ein neues Juwel aus Mittelamerika ins Visier genommen und bereits erste Gespräche geführt.
Der BVB soll Interesse an Gilberto Mora von Club Tijuana zeigen. Das berichtet das englische Portal „TeamTalk“. Bereits im vergangenen Transfersommer stand der 17-jährige Mexikaner bei den Dortmundern auf dem Zettel, ehe sich das Thema mit der Verpflichtung von Konstantinos Karetsas zunächst erledigte. Nun taucht der Name des jungen Offensivspielers bei Borussia Dortmund erneut auf.
Grund dafür ist die veränderte Transferstrategie der Schwarz-Gelben. Statt wie zuletzt vermehrt auf erfahrene Spieler zu setzen, richtet Sportdirektor Ole Book seinen Fokus wieder verstärkt auf junge Talente. Laut „TeamTalk“ hat der BVB bereits erste Gespräche mit Rafaela Pimenta geführt, der Managerin von Gilberto Mora. Dabei ist Dortmund allerdings nicht der einzige interessierte Klub: Auch Benfica Lissabon und der FC Liverpool sollen bereits Kontakt zum Umfeld des Rechtsfußes aufgenommen haben.
Laut dem Bericht gilt ein Abschied von Gilberto Mora aus Mexiko in der kommenden Wechselperiode als wahrscheinlich. Für einen Transfer müsste der neue Klub voraussichtlich zwischen 20 und 25 Millionen Euro investieren. Beim BVB könnte eine Verpflichtung bereits im Winter einen Vorgriff auf den Sommer darstellen und die Offensive der Mannschaft kurzfristig verstärken. Trotz Konstantinos Karetsas, Ethan Nwaneri, Samuele Inacio und Mathis Albert zeigte sich zuletzt nämlich, dass die offensiven Positionen beim BVB nicht übermäßig breit besetzt sind. Aus diesem Grund brachten Medien den Verein zuletzt auch wieder mit einer Verpflichtung von Marcel Regula in Verbindung.
Besonders interessant wird ein möglicher Wechsel von Gilberto Mora mit Blick auf eine weitere Personalie im offensiven Mittelfeld. Im kommenden Sommer läuft der Vertrag von Marcel Sabitzer aus, der zuletzt ebenfalls auf dieser Position zum Einsatz kam. Da sich aktuell keine Verlängerung des Österreichers abzeichnet, könnte der junge Mexikaner langfristig sogar als dessen Nachfolger infrage kommen.
BVB legt Augenmerk auf Südamerika-Markt
Bereits in den vergangenen Monaten hat Borussia Dortmund vermehrt ein Auge auf den südamerikanischen Markt gelegt. Mit Justin Lerma aus Ecuador und Kaua Prates aus Brasilen haben die Schwarz-Gelben im vergangenen Sommer zwei Top-Talente aus Südamerika zum BVB gelotst. Mit Gilberto Mora könnte bereits im Winter das dritte Juwel folgen.
Sportlich bringt Gilberto Mora bereits beachtliche Argumente für einen Wechsel nach Europa mit. Trotz einer Körpergröße von nur 1,68 Metern zeigt der Rechtsfuß in der laufenden Saison starke Zahlen: In sieben Spielen für Club Tijuana erzielte er bereits fünf Tore und legte einen weiteren Treffer auf. Auch international konnte sich der Youngster bereits präsentieren. Bei der Weltmeisterschaft kam Gilberto Mora in vier von fünf möglichen Partien für Mexiko zum Einsatz, blieb dabei allerdings ohne eigene Torbeteiligung. In Mexiko besitzt er noch einen Vertrag bis zum Sommer 2029, was eine mögliche Ablösesumme für interessierte Klubs zusätzlich in die Höhe treiben dürfte.

Sollte sich der BVB im Werben um Gilberto Mora gegen die Konkurrenz aus Lissabon und Liverpool durchsetzen, hätten die Schwarz-Gelben mit dem Mexikaner einen weiteren vielversprechenden Offensivspieler für die Zukunft an Land gezogen. Angesichts der sportlichen Argumente und der möglichen Nachfolgerrolle für Marcel Sabitzer dürfte das Interesse an dem 17-Jährigen in den kommenden Wochen und Monaten jedenfalls kaum abreißen.
