21,7 Millionen Euro Verlust beim BVB: So viel verdienen Ricken und Co.

Nach einem schwierigen Geschäftsjahr schreibt Borussia Dortmund rote Zahlen. Der Geschäftsbericht verrät zudem, wie viel die BVB-Bosse verdienen.

Borussia Dortmund blickt trotz der Vizemeisterschaft in der Saison 2025/26 auf ein finanziell schwieriges Geschäftsjahr zurück. Der BVB weist für 2025/26 einen Konzernverlust von 21,7 Millionen Euro aus. Aus dem Geschäftsbericht geht zudem hervor, wie hoch die Vergütung der Führungsetage ausfällt.

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung beliefen sich auf 5,75 Millionen Euro. Damit lagen sie deutlich unter den 7,85 Millionen Euro des Vorjahres. Lars Ricken erhielt insgesamt 1,5 Millionen Euro, bei Carsten Cramer waren es 1,448 Millionen Euro und bei Thomas Treß 1,304 Millionen Euro.

Svenja Schlenker, die seit Dezember 2025 der Geschäftsführung angehört, kam auf 233.000 Euro. Hans-Joachim Watzke, der den Vorsitz im November 2025 abgegeben hatte, erhielt im Berichtsjahr eine Festvergütung von 953.000 Euro. Finanziell musste der BVB insgesamt einen Rückschlag hinnehmen. Nach einem Gewinn von 6,5 Millionen Euro im vorherigen Geschäftsjahr steht nun das Millionenminus. Der Umsatz verringerte sich gleichzeitig um 12,5 Prozent auf 460,5 Millionen Euro.

BVB verliert Millionen durch schwache Champions League

Eine wichtige Rolle spielte das frühe Ausscheiden in der Champions League, in der der BVB bereits in den Play-offs an Atalanta Bergamo scheiterte. „In den Pokalwettbewerben konnten wir unsere Ansprüche hingegen nicht erfüllen“, heißt es von der Geschäftsführung. Die Einnahmen aus der Königsklasse reduzierten sich von 103,4 auf 72,1 Millionen Euro. Auch von der Klub-WM wurden im Geschäftsjahr nur noch 11,2 Millionen Euro berücksichtigt – zuvor waren es 33,9 Millionen Euro.

BVB vs. Atalanta
Foto: IMAGO

An anderer Stelle konnte Dortmund dagegen zulegen. Das Ergebnis aus Spielerverkäufen und nachträglichen Transferentgelten stieg von 37,8 auf 59,3 Millionen Euro. Zugleich wurden die Kosten für die Lizenzmannschaft von 201 auf 193 Millionen Euro gedrückt.

An der grundsätzlichen wirtschaftlichen Verfassung des Vereins bestehen aus Sicht der Verantwortlichen keine Zweifel. „Borussia Dortmund bleibt kerngesund“, betont die Geschäftsführung. Rund 300 Millionen Euro Eigenkapital sollen dafür ein solides Fundament bilden. Für 2026/27 rechnet der BVB wieder mit einem Gewinn von bis zu zehn Millionen Euro.

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