Trotz Matching-Right und steiler Entwicklung in Monaco glaubt ein bekannter Transfer-Insider nicht an eine Rückkehr des einstigen BVB-Juwels nach Dortmund.
Transfer-Insider Florian Plettenberg ist sich sicher, dass Paris Brunner nicht noch einmal für den BVB auflaufen wird. In der „Sky„-Show „Transfer Update“ äußerte sich der Journalist dazu klar auf die Frage, ob eine Rückkehr ausgeschlossen ist: „Ich persönlich glaube ja, dafür ist ein bisschen zu viel passiert.“ Mit dieser Einschätzung dämpft Florian Plettenberg die Hoffnungen vieler Dortmunder Fans, die zuletzt auf eine mögliche Rückkehr des Stürmers spekuliert hatten.
Den Grund für diese Einschätzung liefert ein Blick zurück auf den Abschied von Paris Brunner im Sommer 2024. Im Interview mit der „Sport Bild“ erklärte der heute 20-Jährige damals selbst, warum er sich für einen Wechsel zur AS Monaco entschied. Entscheidend sei für ihn vor allem die klare sportliche Perspektive gewesen, die ihm der französische Klub aufgezeigt habe: „Monaco hat mir einen klaren, sportlichen Weg aufgezeigt, wie sie mit mir planen und mich entwickeln wollen.“ Genau diese Wertschätzung habe ihn überzeugt, so Paris Brunner weiter: „Diese Wertschätzung und Klarheit haben mich sofort überzeugt und beeindruckt. Ich hatte das Gefühl, dass sie mich unbedingt haben wollen.“ Bei den Schwarz-Gelben sah der Plan dagegen anders aus, wie der Stürmer erklärte: „Der Plan des BVB ging über die U19-Youth-League und die U23 sowie punktuelles Profitraining.“ Diesen Umweg wollte Paris Brunner offenbar nicht gehen – stattdessen wollte er sich sofort und regelmäßig auf Profiniveau beweisen.
„Wir hätten Paris gerne langfristig an Borussia Dortmund gebunden, leider wollte er den von uns aufgezeigten Weg nicht mitgehen“, sagte Sportdirektor Sebastian Kehl im Zuge des Wechsels des Talents: „Wir danken Paris für seine Zeit beim BVB und wünschen ihm für seine Zukunft natürlich trotzdem alles Gute.“
Dass sich dieser Schritt für den Angreifer ausgezahlt hat, zeigt seine aktuelle Form in der laufenden Saison eindrucksvoll. Für die AS Monaco traf Paris Brunner bereits sechsmal in sieben Pflichtspielen. Auch in der deutschen U21-Nationalmannschaft hinterließ er sofort Eindruck: Bei seinem Debüt in der EM-Qualifikation gegen Lettland steuerte er beim 4:0-Erfolg gleich zwei Treffer bei.
Angesichts dieser Leistungsexplosion stellt sich im Umfeld von Borussia Dortmund zunehmend die Frage, ob sich der Klub beim damaligen Verkauf eine Option für eine spätere Rückkehr gesichert hat. Wie „Sky“-Reporter Patrick Berger im Podcast „Auffe Süd“ berichtete, wurde ihm von zwei Seiten aus dem Verein bestätigt, dass es eine theoretische Möglichkeit für eine Rückkehr gebe. Medienberichten zufolge, unter anderem von „Sky“, soll sich der BVB beim Transfer im Sommer 2024 tatsächlich eine Rückkaufoption gesichert haben. Zudem soll laut „Fussballtransfers“ auch ein sogenanntes „Matching Right“ vereinbart worden sein. Demnach würde Borussia Dortmund über jede Offerte für Paris Brunner informiert und hätte anschließend das Recht, mit einem Angebot eines Konkurrenten gleichzuziehen. Genaue finanzielle oder vertragliche Details drangen bislang allerdings nicht an die Öffentlichkeit. Fest steht lediglich, dass der aktuelle Vertrag von Paris Brunner bei der AS Monaco noch bis 2028 läuft.
Ex-BVB-Talent Paris Brunner winkt DFB-Debüt
Auch Bundestrainer Jürgen Klopp äußerte sich zuletzt zur Entwicklung seines einstigen Schützlings. Bei der jüngsten Kadervorstellung sagte der 59-Jährige: „Ich habe zwar nicht mit ihm gesprochen, aber wir kriegen natürlich alles mit. Ich kenne Paris.“ Besonders das Fußballerische habe der Angreifer zuletzt stark gemacht, wie Jürgen Klopp ergänzte.
Neben den positiven sportlichen Schlagzeilen sorgte Paris Brunner Mitte September aber auch für negative Nachrichten. Mit einer „Kopf-ab-Geste“ während seines Torjubels beim 1:1-Unentschieden gegen Racing Straßburg zog er deutliche Kritik auf sich. Die französische Liga reagierte konsequent: Paris Brunner erhielt eine Sperre und muss bei zwei Partien zuschauen, zwei weitere Spiele sind zur Bewährung ausgesetzt.

Trotz dieser Formel aus starker sportlicher Entwicklung, vertraglichen Rückkehroptionen und positiven Worten von Jürgen Klopp bleibt Florian Plettenberg skeptisch, was eine tatsächliche Rückkehr von Paris Brunner zum BVB betrifft. Seine klare Haltung, zu viel sei inzwischen passiert, lässt wenig Raum für Spekulationen. Für Borussia Dortmund dürfte die Personalie damit vorerst vor allem eines bleiben: eine theoretische Option, die angesichts der Entwicklung des Stürmers wohl eher Wunschdenken als realistisches Szenario darstellt.
