Gregor Kobel vor Vertragsverlängerung beim BVB

Marcel Groß

Mehrere europäische Spitzenklubs werben um ihn, doch ausgerechnet jetzt könnte sich ein BVB-Schlussmann schon in Kürze langfristig gegen einen Wechsel entscheiden.

Schon bald könnten der BVB und Gregor Kobel ihre Zusammenarbeit über das Jahr 2028 hinaus verlängern. Das berichtet die „SportBild“. Erste Gespräche über eine vorzeitige Vertragsverlängerung stehen demnach kurz bevor, ein Abschluss erscheint realistisch. Besonders vielversprechend für Dortmund: Der Schweizer selbst lässt in seinen öffentlichen Aussagen keinen Zweifel daran, wie sehr er sich bei den Schwarz-Gelben wohlfühlt.

Seit Sommer 2021 steht Gregor Kobel zwischen den Pfosten des BVB, damals kam er für 15 Millionen Euro vom VfB Stuttgart. Von Beginn an entwickelte sich der heute 28-Jährige zur unangefochtenen Nummer eins und mittlerweile sogar zu einem der besten Torhüter Europas. Diese Entwicklung bestätigte zuletzt auch seine Nominierung für die Yashin-Trophäe als bester Torhüter des Jahres 2026. Auch für die Schweizer Nationalmannschaft ist er längst gesetzter Stammtorhüter.

Die nackten Zahlen untermauern diesen Status eindrucksvoll: 222 Pflichtspiele hat Gregor Kobel bislang für Borussia Dortmund bestritten, dabei kassierte er 282 Gegentore und feierte 73 weiße Westen. Allein in der vergangenen Bundesliga-Saison stellte er 15 Zu-Null-Spiele sicher und war damit statistisch der beste Torhüter der gesamten Liga. Sein aktueller Vertrag läuft noch bis zum Sommer 2028.

Wie sehr Gregor Kobel inzwischen an seinem Verein hängt, machte er selbst deutlich: „Ich bin absolut begeistert von BVB; ich genieße es wirklich, für diesen Verein zu spielen und vor diesen Fans.“ Noch bemerkenswerter ist sein Blick in die Zukunft: „Natürlich kann ich mich durchaus noch sehr lange hier spielen sehen.“ Auch sportlich sieht er beim BVB die richtigen Strukturen vorhanden, wie er mit Blick auf seinen Trainer betonte: „Niko Kovac hat hier eine klare Struktur und Kultur eingebracht, die die Basis unseres Erfolgs bildet.“

BVB-Star Gregor Kobel heiß begehrt

Dass diese Aussagen keine reinen Lippenbekenntnisse sind, zeigt ein Blick auf die jüngste Vergangenheit. Wie die „Bild“ zuletzt berichtete, hatte Gregor Kobel im vergangenen Sommer ein konkretes Angebot von Newcastle United abgelehnt – obwohl er in der Premier League finanziell deutlich besser verdienen könnte als in Dortmund. Stattdessen setzt der Schweizer weiterhin auf seine sportlichen Ziele mit dem BVB. Erst wenn er selbst nicht mehr daran glaube, mit dem Klub Titel gewinnen zu können, kämen für ihn überhaupt Wechselgedanken infrage, heißt es.

Gregor Kobel
Foto: IMAGO

Diese Haltung macht Gregor Kobel aktuell für andere Topklubs nicht weniger interessant. Laut der spanischen Zeitung „AS“ soll inzwischen auch Real Madrid Interesse am Schweizer Schlussmann zeigen und ihn den dortigen Kaderplanern bereits angeboten haben. Konkret werden könnte diese Personalie allerdings nur, falls die geplante Vertragsverlängerung der Königlichen mit Stammtorhüter Thibaut Courtois scheitern sollte. Seitens Borussia Dortmund gibt es derzeit jedenfalls keine Überlegungen, Gregor Kobel abzugeben.

Genau diese Gemengelage aus europäischem Interesse auf der einen und klarer Treue auf der anderen Seite erklärt, warum der BVB nun offenbar aufs Tempo drückt. Gelingt die vorzeitige Vertragsverlängerung tatsächlich zeitnah, würde Borussia Dortmund nicht nur einen der besten Torhüter Europas langfristig binden, sondern auch ein klares Zeichen an interessierte Klubs wie Real Madrid senden: Gregor Kobel bleibt vorerst, wo er sich nach eigenen Worten am wohlsten fühlt.

THemen
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