Borussia Dortmund geht als Spitzenreiter in den ersten Spieltag nach der langen Länderspielphase. Die Schwarzgelben haben sich vorgenommen, beim Heimspiel gegen Werder Bremen am Freitag gleich ein Zeichen zu setzen.
Es geht darum, einen Heimsieg einzufahren und nach Möglichkeit auch gleich noch überzeugend zu spielen. Eine Garantie, dass das funktioniert, gibt es natürlich nicht.
Dennoch ist der Optimismus groß. Und in Dortmund ist man hocherfreut, dass man da steht, wo man steht. „Wir genießen im Moment die Position, aber wissen auch, dass wir eine Verantwortung haben, weiterhin hart zu arbeiten, um sie so lange wie möglich zu halten“, erklärte Niko Kovac vor dem Spiel.
BVB: Vorsicht vor Werder Bremen
Und fügte hinzu, dass man nun den Rhythmus schnell wieder aufnehmen müsse: „Ich hoffe, dass wir das hinkriegen, gegen Werder Bremen ein gutes Spiel hinlegen und die nötigen Punkte holen, um wieder in den Flow zu kommen.“

Auf dem Papier ist der BVB der klare Favorit, aber das Spiel bringt Tücken mit sich. Werder Bremen spielte bisher sicher nicht die Sterne vom Himmel, aber zeigte zumindest eine gewisse Widerstandsfähigkeit, hat Leipzig zuhause geschlagen. Es ist eine gute Mischung aus Lautstärke und Wucht, die Werder mitbringt.
Der wiedergenesene Mitchell Weiser brachte zudem auch aus der Defensive ein zusätzliches, spielerisches Element mit sich. Und dass Niclas Füllkrug die Abwehr eines Gegners immer beschäftigt mit seinem bulligen Körper, das ist nicht neu.
Werder kann an einem idealen Tag also sehr unangenehm und fordernd sein. Bremen ist aber auch ein Gegner, den man bespielen muss, möglichst mit vielen Tempowechseln. Dann gibt es Chancen, das Spiel sogar deutlich zu gestalten.
Was für den BVB ein Faktor sein kann: Nach den drei Wochen Länderspielphase wurde kaum ein Training in voller Stärke absolviert. Die Automatismen müssen also im Spiel erarbeitet werden. Auch die Bremer hatten einige Nationalspieler, der Knackpunkt ist aber, dass ein kontrolliertes Offensivspiel mehr Aufwand erfordert als das Verteidigen. Deswegen könnte es ein zäher Beginn werden und daraus kann sich immer auch eine gewisse Ungeduld entwickeln. Darauf muss der BVB achten.
