BVB-Coach Kovac wütet nach Schiri-Wirbel: „Wo ist da die Verhältnismäßigkeit?“

Nach dem bitteren 2:2 gegen Werder Bremen ist der Frust beim BVB groß. Besonders eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung bringt Trainer Niko Kovac auf die Palme.

Der Frust bei Borussia Dortmund sitzt tief. Gegen Werder Bremen sah der BVB lange wie der sichere Sieger aus, musste sich nach einer turbulenten Schlussphase aber mit einem 2:2 begnügen. Für Trainer Niko Kovac gab es nach dem ersten Punktverlust der Bundesliga-Saison gleich mehrere Gründe, sich zu ärgern. Besonders eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung beschäftigte den 54-Jährigen.

Dabei ging es um eine Szene aus der 63. Minute. Nach einer Ecke hatte zunächst Serhou Guirassy per Kopf die Führung verpasst, weil Bremens Olivier Deman den Ball auf der Linie klärte. Anschließend setzte Ethan Nwaneri zum Fallrückzieher an und versenkte den Ball sehenswert im Tor. Der Jubel im Signal-Iduna-Park verstummte jedoch schnell.

Schiedsrichter Bastian Dankert hatte die Aktion bereits wegen eines vermeintlichen Fouls von Waldemar Anton an Niclas Füllkrug unterbrochen. Eine Überprüfung durch den VAR war damit ausgeschlossen.
Für Kovac eine völlig unverständliche Entscheidung. „Er muss es laufen lassen, denn dann sieht man, dass das gar nichts ist“, kritisierte der Dortmunder Trainer.

Schiri-Wirbel beim BVB: Kovac legt nach

Noch mehr Unverständnis löste bei ihm eine Szene unmittelbar vor dem Bremer Ausgleich aus. Dort hatte Werder-Kapitän Marco Friedl den Dortmunder Verteidiger Joane Gadou am Eingreifen gehindert. Kovac sah darin einen klaren Widerspruch zur vorherigen Entscheidung: „Wenn das ein Foul ist, dann möchte ich wissen, was beim zweiten Tor mit diesem klaren Block gegen unseren Verteidiger war.“

Niko Kovac
Foto: IMAGO

Dass Dortmund überhaupt noch den Sieg aus der Hand gab, lag allerdings auch an eigenen Nachlässigkeiten. Daniel Svensson und Nico Schlotterbeck hatten den BVB zunächst mit 2:0 in Führung gebracht. Doch Ludovit Reis verkürzte kurz vor Schluss, ehe Füllkrug in der Nachspielzeit den Ausgleich erzielte.

Auch Schlotterbeck zeigte sich anschließend enttäuscht: „Wir hatten eigentlich bis zur 88. Minute alles im Griff, und dann kassiert du zwei Gegentore und gehst hier mit einem Unentschieden raus.“ Damit bleibt für Dortmund neben dem Ärger über den aberkannten Traumtreffer vor allem die bittere Erkenntnis, einen sicher geglaubten Heimsieg verspielt zu haben.

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