Nico Schlotterbeck
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Exemplarisch mit dem 4:0 gegen den 1. FSV Mainz 05 am 13. Februar fädelte Borussia Dortmund sein 15. ungeschlagenes Bundesliga-Spiel ein. Und nicht nur das, denn die Mannschaft von Trainer Niko Kovač hatte in dieser Phase elf Dreier zu Buche stehen. Hinzu kamen von Ende November bis Anfang Januar zwei 3:3 gegen den VfB Stuttgart sowie bei Eintracht Frankfurt und ebenso viele 1:1 beim HSV sowie in Freiburg. 

Und während der Fokus unmittelbar auf dem Champions-League-Duell gegen Atalanta Bergamo liegt, wirft die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko ihren Schatten vor. Und das ist Grund genug, eine WM 2026 Prognose, zu den schwarzgelben Akteuren beim Turnier in Nordamerika zu wagen.

So stehen die Chancen in der deutschen Nationalmannschaft

Niko Kovač übernahm Borussia Dortmund am 2. Februar 2025 und vor dem 21. Spieltag in der vergangenen Bundesliga-Saison. Und seitdem der Kroate das Trainerzepter schwingt, hat sein 3-4-2-1-System hat die defensiven Abläufe stabilisiert. Spätestens das machte wiederum mehrere Akteure des BVB zu Stammkräften unter Bundestrainer Julian Nagelsmann.

Da wäre etwa mit Nico Schlotterbeck der unumstrittene Abwehrchef. Auch wenn er sich beim 2:1 in Wolfsburg seine fünfte Gelbe Karte abholte und die Partie gegen den 1. FSV Mainz 05 gesperrt verpasste, schätzt ihn Kovač als „absolute Führungspersönlichkeit“. Doch auch in puncto Marktwert gehört er mit 55 Millionen Euro zur internationalen Spitze.

Nicht nur deshalb gilt aus heutiger Sicht seine Nominierung für die Weltmeisterschaft als sicher. Dasselbe gilt auch für Waldemar Anton, der sich ebenfalls in die DFB Auswahl festspielte. Das liegt auch daran, dass etwa seine zwei Treffer in 19 Bundesliga-Partien – und einem in der Champions League – in dieser Saison seine Gefährlichkeit bei Standards untermauert.

Ebenfalls ein heißer Kandidat für die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko ist Felix Nmecha. Nach dem Abgang von Pascal Groß übernahm er die Rolle des defensiven Stabilisators entwickelt und hält einen Marktwert von 45 Millionen Euro. Jener von Julian Brandt beläuft sich hingegen auf 20 Millionen Euro, zudem steht vor einer Herausforderung.

Denn trotz 10 Saisontoren – hiervon gelangen sechs in der Bundesliga und drei in Champions League – ist die Konkurrenz durch Jamal Musiala und Florian Wirtz im DFB Team enorm, was ihn zum Wackelkandidaten macht. Im Sturm liefern sich zwei Schwarzgelben ein Duell, wobei Maximilian Beier aktuell die Nase vorn gegenüber Karim Adeyemi hat.

Spieler Position Alter (Feb 2026) Tore 25/26 Marktwert WM-Status (Prognose)
Nico Schlotterbeck IV 26 3 55,0 Mio. € Sicherer Starter
Waldemar Anton IV 29 3 18,0 Mio. € Sicherer Kaderplatz
Felix Nmecha ZM 25 5 45,0 Mio. € Sehr wahrscheinlich
Julian Brandt OM 29 10 20,0 Mio. € Wackelkandidat
Maximilian Beier ST 23 7 30,0 Mio. € Gute Chancen

So sieht es für die BVB Akteure abseits der DFB Auswahl aus

Auch in der Spielzeit 2025/26 und abseits der deutschen Nationalmannschaft stellt Borussia Dortmund zahlreiche Leistungsträger für europäische und afrikanische Top-Nationen ab. Hierzu zählt unter anderem Marcel Sabitzer, der sich mit Österreich seine erste WM-Teilnahme seit 28 Jahren sicherte. Im Showdown mit einem dramatischen 1:1 gegen Bosnien-Herzegowina, lieferte der 31-Jährige die entscheidende Flanke zum Ausgleich durch Michael Gregoritsch.

Nicht von der WM 2026 wegzudenken ist auch Gregor Kobel, der sich mit der Schweiz vor dem Kosovo, Slowenien und Schweden den ersten Platz holte. Dasselbe gelang Julian Ryerson in der Gruppe I vor Italien, Israel und Moldau. Ebenso wie Österreich löste Norwegen erstmals seit der Auflage von 1998 in Frankreich das Ticket.

Ebenfalls auf jeden Fall qualifiziert ist Ramy Bensebaini mit Algerien, das in der Gruppe G der afrikanischen WM Qualifikation acht von zehn Partien gewann. Nicht dabei war Bensebaini, der bei den Wüstenfüchsen häufig als Innenverteidiger agiert, beim 0:0 gegen Serhou Guirassys Guinea. Das auch das Ticket für die interkontinentalen Play-offs verpasste.

Hoffnungen darf sich hingegen noch die Türkei machen. Nachdem man in Gruppe E den zweiten Platz hinter Spanien belegte, messen sich die Mondsterne zuerst im Halbfinale des Pfads C Ende März gegen Rumänien. Salih Özcan, der am 18. November beim 2:2 in Spanien einnetzte, gilt für Teamchef Vincenzo Montella als ein Schlüsselspieler.

Diese Perspektivspieler und auch Sorgenkinder sollten Sie im Auge behalten

Jobe Bellingham: Der 20-Jährige machte unter Kovač enorme Fortschritte und lieferte in der Saison 2025/26 einige Assists. Überdies läuft er aktuell für die englische U21 auf, gilt aber anders sein Bruder Jude als Außenseiterkandidat für Thomas Tuchels WM-Kader.

Fábio Silva: Der Portugiese, der im November 2024 sein bisher einziges Länderspiel für Portugals A Team absolvierte, sieht sich in „bester Form“. Aber er kommt im starbesetzten BVB selten von Beginn an zum Einsatz. Doch nur eine richtig starke Rückrunde kann den 23-Jährigen zu einem Platz im WM Kader verhelfen.

Die Ausgangslagen der Akteure von Borussia Dortmund nochmal im Überblick

Es steht auf jeden Fall fest, dass Borussia Dortmund im Sommer 2026 eine starke Delegation zur Weltmeisterschaft schicken wird. Zudem unterstreichen etwa die Schlüsselrollen von Marcel Sabitzer und Nico Schlotterbeck die Qualität des Kaders beim BVB.

  • Sicherer Kaderplatz (95–100%): Kobel, Schlotterbeck, Sabitzer, Anton, Ryerson, Bensebaini
  • Gute Chancen (70–90%): Nmecha, Beier
  • Wackelkandidaten / Playoff-abhängig: Özcan, Brandt
  • Gefährdet: Adeyemi, Bellingham