Nächste Führung verspielt: BVB auch gegen Freiburg wieder nur 2:2

Marco Reus
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Der BVB schafft es einfach nicht, die Krise zu beenden und auf die Erfolgsspur zurückzukehren. Wie schon gegen Frankfurt und Bremen endete die Partie auch gegen Freiburg nur 2:2. Erneut konnte eine Führung nicht über die Zeit gebracht werden. Erneut verspielte der BVB so zwei wichtige Punkte, um sich in der Spitzengruppe der Bundesliga gut zu positionieren.

Gegen Frankfurt sorgte Thomas Delaney in der 88. Minute für den späten Ausgleich. Werder Bremen schaffte das in Person von Marco Friedl selbst. Nun gegen Freiburg nahm es der BVB wieder in die eigene Hand, eine Führung aus eben dieser zu geben. Manuel Akanji sorgte mit seinem Eigentor dafür, dass Borussia Dortmund die nächste Führung verspielte, wieder nur einen Punkt einfuhr und den zarten Rückenwind aus der Champions League Partie gegen Slavia Prag (2:0) nicht mit in die Liga nehmen konnte.

Im Gegensatz zum Sieg gegen Prag rotierte Mario Götze für Julian Brandt in der Sturmmitte zurück in die Startelf. Paco Alcacer musste erneut passen. Außerdem bekam Jadon Sancho eine Pause. Dafür stand Thorgan Hazard wieder in der Startelf. Achraf Hakimi durfte nach seinem Doppelpack gegen Slavia erneut auf der offensiven Außenbahn ran.

BVB führt zwei Mal, Freiburg gleicht zwei Mal aus

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Die Dortmunder hatten zunächst den Ball, die Freiburger standen sicher. So passierte erst einmal nicht viel, Torchancen waren in der ersten Viertelstunde Fehlanzeige. Die erste Gelegenheit, dann aber gleich eine große, vergab Luca Waldschmidt für Freiburg, als er allein auf Roman Bürkis Tor zulief, aber etwas zu hoch zielte (17. Minute). Der BVB antwortete mit einem Paukenschlag. Hazard zog eine Ecke weit in den Sechzehner Freiburgs, Delaney blockte den Weg umsichtig frei, sodass Axel Witsel Platz bekam. Und der Belgier nutzte diesen für eine wunderbare Direktabnahme, die den Ball mit viel Effet neben den Pfosten in die Maschen setzte. Keine Chance für Freiburgs Schlussmann Schwolow.

Die Spielanteile veränderten sich in der Folge nicht. Dortmund hielt den Ball, Freiburg versuchte schnell umzuschalten. Das führte in der ersten Halbzeit zu Gelegenheiten für Günter (25.) und Waldschmidt (40.) – beide zielten aber zu ungenau. Brandt und Hazard machten es aber auf Dortmunder Seite nicht viel besser, sodass es mit der knappen 1:0-Führung zum Pausentee ging.

Nach der Halbzeitpause wollte auch Freiburg mehr vom Spiel haben, ließ den Ball besser laufen und belohnte sich dafür. Waldschmidt zog mit Tempo von rechts in die Mitte, wurde zu wenig gestört und traf mit einem strammen Flachschuss aus 18 Metern zum Ausgleich (55.). Damit endete Dortmunds sechsjährige Serie ohne Gegentreffer in Freiburg. Nach seinem Doppelpack gegen Slavia Prag wollte sich erneut Achraf Hakimi zum großen Held der Dortmunder aufschwingen. Denn nach Vorlage des eingewechselten Sancho schloss er aus spitzem Winkel ab. Leicht abgefälscht von Kübler landete der Ball zur erneuten Dortmunder Führung im Netz (67.).

Eigentor in der 90. Minute verhindert BVB-Sieg

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Den zeitgleichen Patzer des FC Bayern sowie das Remis zwischen RB Leipzig und Bayer Leverkusen konnte der BVB trotz der zweiten Führung nicht ausnutzen. Denn sich öffnende Räume in der Freiburger Hintermannschaft, die nun mit mehr Risiko agieren mussten, konnten die Dortmunder nicht ausnutzen. Stattdessen brachte Grifo den Ball noch einmal scharf vor das Dortmunder Tor, nachdem Akanji unter dem Ball hindurchsprang. Zu allem Überfluss traf die flache Hereingabe den Schweizer Innenverteidiger, von dessen Bein flipperte der Ball in das Dortmunder Tor. Ausgleich in der 90. Minute – 2:2, zum dritten Mal in Folge in der Bundesliga.

Entsprechend angefressen war Kapitän Marco Reus, der selbst unauffällig agierte, nach der Partie: „Drei Unentschieden hintereinander – das ist natürlich zu wenig. Ganz klar“, war sich Reus bei „Sky“ direkt nach Abpfiff bewusst: „Das ist jetzt natürlich das zweite oder dritte Mal, dass wir 2:1 oder 1:0 führen und uns dann kurz vor Schluss noch das Gegentor fangen.“ Erneut also bittere Gefühle, mit denen Dortmund in die Länderspielpause geht.

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