Hans-Joachim Watzke: Mittelstürmer-Debatte eine „Phantom-Diskussion“

Hans-Joachim Watzke
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Ein gewaltiges Tempo legte Borussia Dortmund nach dem letzten Saisonspiel bei der Gestaltung des neuen Kaders für die kommende Saison vor. Mit Nico Schulz konnte endlich die langersehnte Verstärkung auf der linken Außenverteidigerposition verpflichtet werden. Julian Brandt verstärkt als junger deutscher Nationalspieler die Offensive der Schwarz-Gelben. Und wird sich zukünftig mit Thorgan Hazard um einen Stammplatz duellieren müssen. Auch der Belgier unterschrieb bereits kurz nach dem Saisonende in Dortmund. Kein Wunder, dass sich Hans-Joachim Watzke bislang sehr zufrieden mit der Umstrukturierung des Kaders zeigt. 

Der Geschäftsführer des BVB erklärt das schnelle Handeln seiner Borussia wie folgt: „Wir wollten planen, bevor sich die Preise immer weiter hochschaukeln. Wenn man auf die Summen schaut, sieht man, dass wir nicht verschwenderisch waren: Wir haben rund 64 Mio. Euro für Christian Pulisic bekommen und für die drei Neuzugänge damit rund 10 Mio. Euro netto investiert – aus eins mach drei.“ Bei wem er sich für das wirtschaftlich wie sportlich mehr als gelungene Vorgehen bedanken muss, weiß Watzke ebenfalls: „Mein großes Kompliment gilt unserem Sportdirektor Michael Zorc.“

Doch abgeschlossen ist damit die Arbeit für den obersten Verantwortlichen für den BVB-Kader in diesem Sommer noch lange nicht. Einerseits müssen auch noch einige Spieler, gerade von Leihgeschäften zurückkehrende Profis, abgegeben werden. Außerdem ist der BVB an einigen vielversprechenden Talenten, wie Mateu Morey oder Magnus Kaastrup, dran.

Un in den Medien wird auch immer wieder die Verpflichtung eines zweiten hochkarätigen Mittelstürmers neben Paco Alcacer diskutiert. Hans-Joachim Watzke will diese Gerüchte aber nicht befeuern: „Wir haben noch Ideen, die sind aber nicht immer leicht umzusetzen. Diese Phantom-Diskussion um einen Stoßstürmer ist ein klassischer Reflex. Je mehr Mittelstürmer-Konkurrenz du hast, desto mehr wirst du sehen, dass alle schwächer werden“, meinte der BVB-Geschäftsführer dazu.

Hans-Joachim Watzke: „Müssen nicht über Mandzukic diskutieren“

Vor allem der Name Mario Mandzukic taucht immer wieder auf. Doch eine Verpflichtung des 33-jährigen Kroaten hält Watzke (noch) für unwahrscheinlich: „Wir müssen nicht über Mandzukic diskutieren, er ist aktuell ein Spieler von Juventus Turin. Im Fußball ist nie etwas ausgeschlossen. Er spielt aber in Turin. Und so wie ich Mario Mandzukic kenne, ist er ein Stürmer, der so viel Ehrgeiz hat, dass er immer spielen will.“ Als Back-Up von Alcacer also eher ungeeignet? Ein weiterer, weniger prominenter Name, der beim BVB gehandelt wird, ist der von Duvan Zapata. Der Kolumbianer startete bei Atalante Bergamo in dieser Saison so richtig durch. Die Norditaliener könnten auch dank 22 Toren Zapatas in die Champions League einziehen.

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