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Marco Reus: „Geduldig geblieben“ und auch das zweite Spiel gedreht

Marco Reus
Foto: Jose Breton- Pics Action / Shutterstock.com

Nachdem Borussia Dortmund schon am ersten Spieltag einen Rückstand in einen Sieg drehte, sollte dem BVB dieses Kunststück auch am Freitag gegen Köln gelingen. Doch in der Domstadt war das ein deutlich härteres Stück Arbeit, als noch beim Auftaktsieg gegen den FC Augsburg. Das Erfolgsrezept erklärte Kapitän Marco Reus nach der Partie bei DAZN.



Gegen den FCA lag die Dortmunder Borussia bereits in der ersten Spielminute zurück. Reichlich Zeit also, die Partie zu drehen. Und diese Zeit nutzte der BVB, gewann schlussendlich nie wirklich gefährdet mit 5:1. Auch beim Gastspiel in Köln am gestrigen Freitag Abend verpatzte der BVB den Start, allerdings deutlich länger und mehr dem Gegner geschuldet. Die Kölner zogen in den ersten 45 Minuten konsequent das Spiel ihres Trainers Achim Beierlorzer auf: hartes Anlaufen, Balleroberungen im Mittelfeld und schnelles Umschalten. So war der Coach schon in Regensburg sehr erfolgreich. Verdienter Lohn: die 1:0-Halbzeitführung. Köln vergab sogar noch Chancen, während der BVB nur einmal per Reus-Freistoß gefährlich wurde.

Doch nach der Pause wendete sich das Blatt, Dortmund wurde dominanter und dominanter. Was Marco Reus auf den Match-Plan des BVB in der Halbzeitpause zurückführte: „Der Schlüssel war, dass wir geduldig geblieben sind. Wir wollten in der zweiten Halbzeit das Tempo weiter forcieren, was am Ende auch geglückt ist. Denn es war aus unserer Sicht klar, dass wir zu Möglichkeiten kommen werden – weil wir auch in der ersten Halbzeit schon einige Lücken nicht ausgenutzt hatten.“ So sollte es dann kommen. Nach der Halbzeitpause kam der BVB zu mehreren gefährlichen Abschlüssen. Reus überraschte das nicht: „Weil die Kölner extrem viel verschoben haben, war es auch klar, dass sie Kräfte lassen werden.“

Einwechselspieler des BVB bringen frischen Wind

Das Spiel endgültig kippen liesen dann die Dortmunder Wechsel. Wohl dem, der Optionen wie Julian Brandt (für Julian Weigl) und Achraf Hakimi (für Nico Schulz, beide 63. Minute) einwechseln kann. Acht Zeigerumdrehungen später war die Kölner Führung aus dem ersten Abschnitt durch Drexler dann auch egalisiert. Sancho traf zum 1:1. In der 86. Minute ließ Hakimi das 2:1 folgen, in der vierten Minute der Nachspielzeit Paco Alcacer den 3:1-Endstand.

Rundum zufrieden war Marco Reus trotz des zweiten Siegs im zweiten Bundesliga-Spiel dennoch nicht: „Das Spiel hat auch gezeigt, dass wir noch weit weg sind von dem Potenzial, das wir als Team eigentlich haben.“ Auch die breite des Kaders hält er für unerlässlich, statt für ein Luxusgut: „Wir brauchen für unsere Ziele diesen breiten Kader. Der Trainer hat dabei die Qual der Wahl – und das ist doch auch in Ordnung so. Besser so als anders herum“

Auch Julian Brandt, der dem Spiel viele starke Impulse geben konnte, relativiert die Rolle der Ergänzungsspieler: „Dafür sind ja Einwechslungen da, um neue Impulse zu setzen. Dennoch ist auch klar, dass es ein sehr hartes Stück Arbeit heute für uns war. Wir mussten uns richtig durchkämpfen.“

Ach, und ein Mario Götze, Mahmoud Dahoud oder Thomas Delaney wären auch noch auf der hochkarätigen BVB-Bank gesessen…

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