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Reus-Schock beim BVB – Kapitän fällt mehrere Wochen aus

Marco Reus
Foto: Lars Baron/Bongarts/Getty Images

Die Parallelen werden langsam erschreckend. Wieder Achtelfinale im DFB-Pokal, wieder Werder Bremen auf der anderen Seite. Und wieder entwickelte sich ein torreicher, ein hochdramatischer Pokalfight. Wieder verlor der BVB knapp gegen den Kontrahenten aus dem Norden. Und auch für Marco Reus sollten die Parallelen Bestand haben. Denn wie schon im letzten Jahr verletzte sich auch diesmal der Dortmunder Kapitän und wird mehrere Wochen nicht zur Verfügung stehen.

In der 89. Minute feierte Emre Can beim Stand von 2:3 sein Debüt gegen Werder Bremen im DFB-Pokal. Für die Schlussphase noch einen physisch starken Brecher bringen, der sowohl mit dem Fuß als auch mit dem Kopf Torgefahr bringt – eine schlüssige Einwechslung Favres. Dass er aber Marco Reus dafür vom Platz nahm, immerhin den Kapitän der Schwarz Gelben und trotz schwacher Chancenverwertung am gestrigen Abend immer für ein Tor gut, überraschte dann aber doch.

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Heute wurde der Hintergrund der Auswechslung des Dortmunder Zehners klar: Marco Reus hatte sich erneut verletzt. Gegen Werder Bremen zog er sich im DFB-Pokal-Fight eine Muskelverletzung im Oberschenkel zu. Die offizielle Vereinswebseite Borussia Dortmunds zitiert die medizinische Abteilung des BVB damit, dass Marco Reus wohl in vier Wochen wieder ins Mannschaftstraining einsteigen können wird. Wie lange es dann noch dauern wird, bis er wieder in Pflichtspielen auf dem Platz stehen kann, bleibt noch abzuwarten. Somit ist nicht davon auszugehen, dass Marco Reus im Februar noch einmal zum Einsatz kommen wird. Die Partien gegen Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt, Werder Bremen und den SC Freiburg verpasst der verletzungsanfällige 30-Jährige also ebenso wie das Hinspiel im Champions League Achtelfinale gegen Paris Saint Germain am 18. Februar.

Can, Hazard, Reyna – wer etabliert sich als Reus-Ersatz?

In der Bundesliga kann der BVB hoffen, Marco Reus im (nach jetzigem Stand) Spitzenspiel gegen Borussia Mönchengladbach am 25. Spieltag bzw. 7. März wieder in seinen Reihen zu haben. Vier Tage später folgt dann das Rückspiel in der Champions League bei Paris Saint Germain um den Viertelfinal-Einzug.

Lucien Favre muss nun also für die nächsten Partien auf den Ausfall seines Fixpunktes in der Startformation reagieren. Trotz Formdelle war Marco Reus gesetzt, bildete jüngst mit Jadon Sancho und Erling Haaland ein furioses Sturmtrio. In der Rückrunde gelangen dem BVB auch dank diesem Dreiergespann bereits 15 Treffer in lediglich drei Spielen.

Die naheliegende Variante, Marco Reus zu ersetzen, wäre Thorgan Hazard positionsgetreu in die Mannschaft zu rotieren. Ansonsten müsste an der Aufstellung, die in der Bundesliga zuletzt erfolgreich war, nichts verändert werden. Auch Giovanni Reyna, der mit seinen 17 Jahren aktuell für viel Aufsehen sorgt, könnte die Position hinter den Spitzen Sancho und Haaland bekleiden. Außerdem denkbar wäre es, Julian Brandt auf die Position des Zehners nach vorne zu ziehen. Aktuell spielt der deutsche Nationalspieler eine Position defensiver, als offensiver Part der Doppelsechs. Emre Can könnte die freie Stelle im zentralen Mittelfeld übernehmen.