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Ex-Trainer Tuchel über BVB: „Das ist eine superstarke Mannschaft“

Paris Saint-Germain
Foto: FABRICE COFFRINI/AFP via Getty Images

Verspielt Borussia Dortmund innerhalb weniger Wochen alle drei großen Titel? Nach dem Pokal-Aus in Bremen, der Niederlage in der Bundesliga in Leverkusen wartet nun das bärenstark besetzte Paris Saint-Germain in der UEFA Champions League. Doch Ex-Trainer Thomas Tuchel (46), der nun die Franzosen betreut, warnt vor dem BVB.



Die Offensive funktioniert, die Defensive wackelt bedenklich. So könnte man die Lage bei Borussia Dortmund aller Kürze zusammenfassen. Das Bundesligaspiel in Leverkusen war aufregend, ging aber mit 3:4 verloren. Zuvor schied das Team von Trainer Lucien Favre (62) im Achtelfinale des DFB-Pokals beim SV Werder Bremen aus (2:3). Nächste Woche wird es nicht gerade einfacher: Im Achtelfinale der UEFA Champions League empfängt der BVB Paris Saint-Germain und damit auch Ex-Trainer Thomas Tuchel.

Paris ist gut drauf, klagt allerdings auch über defensive Schwächen. In der Liga ist PSG seit 21 Pflichtspielen ungeschlagen (19 Siege). Zuletzt gab es ein 4:2 (2:0) gegen Olympique Lyon. Die Offensive bietet Spektakel. Defensiv sind die Franzosen aber durchaus anfällig. Trainer Tuchel reagierte mit einem Lachen, als er gefragt wurde, ob es ihm Hoffnung geben würde, dass sich der BVB derzeit so viele Gegentore fange. „Dafür bin ich aber auch sicher, dass sie immer in der Lage sind, sechs bis sieben Tore zu schießen“, so der ehemalige Dortmunder Coach. „Das ist eine superstarke Mannschaft. Das wird eine sehr schwere Aufgabe.“

Tuchel kennt Unterschied zum BVB: „Wir gewinnen und gewinnen“

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Im Hinblick auf sein eigenes Team reagiert Tuchel nachsichtig: „Das ist nicht der richtige Zeitpunkt für Kritik. Wir machen Fehler, ja. Aber wir gewinnen und gewinnen. Und man darf nicht vergessen: Wir haben derzeit viel zu viele Spiele. Und wir haben viele Verletzte.“ Gegen Lyon lag sein Team bereits 3:0 in Front, machte es dann aber nochmal spannend. „Da haben wir gedacht, es sei vorbei“, sagte der 46-Jährige. „Aber es ist nie vorbei. Zum Glück haben wir eine gute Reaktion gezeigt.“

Rechtzeitig vor dem Dortmund-Spiel hat sich auch Edinson Cavani (32) wieder in Form geschossen. Der Rekordtorschütze von Paris war von Verletzungen und einer Formkrise geplant. Außerdem wollte er im Winter weg. Nun erzielte er sein erstes Liga-Tor seit August 2019. „Jetzt, wo die Dinge klar sind und der Transfermarkt geschlossen ist, hat man schon im Training gemerkt, dass er stärker wird“, so Tuchel. „Wir brauchen Edi mit seiner Erfahrung und seiner Qualität.“ Cavani spielt seit 2013 in Paris. In 295 Pflichtspiele erzielte er 199 Tore und legte 41 Treffer auf.

Die deutschen Nationalspieler Thilo Kehrer (23) und Julian Draxler (26) durften gegen Lyon von Anfang an ran. Ob sie auch in Dortmund auflaufen, erscheint zumindest fraglich. Für beide läuft die Saison, auch aufgrund von Verletzungen, eher durchwachsen. Kehrer spielte erst fünf Mal, Draxler neun Mal in der französischen Meisterschaft.

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