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Letzter Test vor Pflichtspielstart im Pokal: BVB schlägt Sparta Rotterdam 2:1 dank Reus

Marco Reus
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Am kommenden Wochenende startet der BVB gegen den MSV Duisburg in der ersten Runde des DFB-Pokals in die Saison 2020/ 21. Den letzten Testlauf, bevor es dann im Ruhrpott-Duell ernst wird, absolvierte der BVB gegen den niederländischen Klub Sparta Rotterdam. Dabei gab es nicht nur die Rückkehr von Marco Reus sowie das Debüt von Reinier zu Feiern, sondern auch einiges zu grübeln für Taktik-Nerds. Denn nachdem in den vergangenen Wochen alles darauf hingedeutet hatte, dass Lucien Favre zu seinem geliebten 4-2-3-1 zurückkehren will, spielte der BVB gegen Rotterdam wieder mit der bewährten Dreierkette.

Für die beiden verbliebenen deutschen Nationalspieler Julian Brandt und Emre Can war die Länderspielpause enttäuschend verlaufen. Die beiden waren bei den Unentschieden gegen Spanien und die Schweiz nur Nebendarsteller. Kein Grund also für Lucien Favre, dem defensiven und dem offensiven Mittelfeldspieler eine Verschnaufpause nach der Länderspielpause zu gönnen. Emre Can begann gegen Rotterdam als einer von drei Verteidigern in der Dreierkette. Neben ihm agierten Mats Hummels und Lukasz Piszczek vor dem Schlussmann Marwin Hitz. Als alleiniger Sechser vor der Dreierkette spielte Mahmoud Dahoud. Die Außenbahnen wurden von zwei Profis bekleidet, die den BVB eventuell noch verlassen dürfen: Felix Passlank auf Linksaußen und rechts Marius Wolf. Julian Brandt und Giovanni Reyna teilten das offensive Mittelfeld unter sich auf. Am gespanntesten dürften BVB-Fans aber auf die Doppelspitze blicken. Zum einen feierte dort Neuzugang Reinier sein Debüt, zum anderen Marco Reus sein Comeback nach siebenmonatiger Verletzungspause.

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BVB drückend überlegen gegen Sparta Rotterdam

In der ersten Hälfte verschanzte sich Sparta Rotterdam über weite Strecken des Spiels an und um dem eigenen Strafraum. Auch wenn der zusammengewürfelten Mannschaft von Borussia Dortmund anzumerken war, dass sie in dieser Form noch nie zusammen gespielt hatte (und wohl auch nie mehr spielen wird), machte in den ersten 45 Minuten nur Schwarz Gelb das Spiel.

Die erste nennenswerte Gelegenheit hatte auch gleich der mit Verletzungspech gestrafte Kapitän des BVB Marco Reus. Einen Freistoß, den er selbst trickreich herausgeholt hatte, trat er direkt auf das Tor der Rotterdammer Gäste, sodass Keeper van Leer parieren musste (10. Minute). Und auch die nächste gefährliche Aktion ging auf das Konto des 31-Jährigen. In letzter Sekunde wurde er beim Abschluss noch von einem niederländischen Verteidiger bedrängt, sodass sein Torschuss knapp am Pfosten vorbeistrich (21.). Reinier, Brandt und Can näherten sich ebenfalls dem Tor von Sparta Rotterdam an, ein Treffer scheiterte aber an zu ungenauen Abschlüssen.

In der Halbzeit war für Reinier sein Debüt dann beendet. Auch Routinier Piszczek blieb in der Kabine. Für die beiden durften im zweiten Durchgang die jungen Taylan Duman und Maximilian Hippe ran. Die Statik des Spiels veränderten die beiden Wechsel zu Beginn von Hälfte zwei nicht. Dortmund hatte den Ball, Dortmund rannte an, traf aber nicht. Brandt (56.) und wieder der herausragende Marco Reus mit einem krachenden Pfostenschuss (59.) kamen zu den besten Gelegenheiten. Und dann platzte der Knoten endlich.

Wer sonst außer Rückkehrer Marco Reus sollte ihn durchschlagen? An vier Gegner vorbei und mit Schmackes den Ball in die Maschen gedonnert: die Führung für den BVB in der 63. Minute. Drei Minuten später erhöhte Immanuel Pherai umgehen. Kurz vor Schluss kamen die Niederländer durch einen feinen Konter zwar noch zum Anschlusstreffer, doch anbrennen sollte trotzdem nichts mehr. Mit einem 2:1-Sieg über Sparta Rotterdam beschließt der BVB die Vorbereitung und ist gewappnet für den Pflichtspielauftakt gegen den MSV Duisburg im DFB-Pokal.