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Mit Schulz, Brandt und Dahoud – Löw gibt DFB-Kader bekannt

Nico Schulz
Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Bundestrainer Joachim Löw hat seinen Kader für die anstehende Länderspielperiode bekannt gegeben. Neben zwei Debütanten sind auch drei Dortmunder dabei. Erneute große Überraschungen sind aber nicht darunter.

Erstmals für die deutsche Nationalmannschaft wurden Philipp Max (27, PSV Eindhoven) und Felix Uduokhai (23, FC Augsburg) berufen. Max’ Berufung ist durchaus eine Überaschung. Der Außenbahnspieler war zu seiner Augsburger Zeit vehement von zahlreichen Experten und Fans für die A-Elf gefordert worden. Erst jetzt, nachdem die Rufe langsam verstummten, lenkte Löw ein. Bei Eindhoven legte Max einen starken Start hin und verzeichnet in elf Pflichtspieleinsätzen ein Tor und sechs Vorlagen – allerdings in einer deutlich schwächeren Liga.

Felix Uduokhai spielt seit Sommer fest beim FC Augsburg. Der ehemalige deutsche U21-Nationalspieler absolvierte in der laufenden Saison sieben Spiele und erzielte ein Tor. Uduokhai ist stark in Form und hat einen maßgeblichen Anteil am vortrefflichen Saisonstart der Augsburger. Der 23-Jährige kam im Sommer für 7 Millionen Euro Ablöse vom VfL Wolfsburg. Zuvor war er bereits ein Jahr an die bayerischen Schwaben verliehen.

Auch drei Dortmunder befinden sich in Joachim Löws Aufgebot, obwohl der BVB starke Bedenken angemeldet hat: Julian Brandt (23), Mahmoud Dahoud (24) und Nico Schulz (27). Dahoud und Schulz waren bereits bei der letzten Länderspielphase überraschend mit an Bord. Dahoud gab beim 3:3 gegen die Türkei sein Länderspieldebüt. Unter Lucien Favre (62) durfte er in Bundesliga nur 153 Minuten (drei Einsätze) für den BVB auf dem Platz stehen. Schulz stand sogar nur sechs Minuten in der Bundesliga auf dem Rasen. Der 27-Jährige wurde allerdings auch von Verletzungen zurückgeworfen. Löw zeigte sich mit Schulz stets zufrieden, der elf Länderspiele absolvierte. Dabei gelangen ihm zwei Tore und eine Vorlage.

Die deutsche Nationalmannschaft trifft am 11. November in einem Testspiel auf Tschechien. Im Anschluss spielt die DFB-Elf in der Nations League gegen die Ukraine (14. November) und Spanien (17. November). Da Deutschland gleich drei Mal antritt, hat Löw insgesamt 29 Spieler nominiert. Nicht mit dabei sind Niklas Süle (25, FC Bayern München) und Kai Havertz (21, FC Chelsea) die von Corona gestoppt wurden. Der Großteil des Kaders trifft sich am Montag in Leipzig. Acht Spieler stoßen erst später dazu, da sie ausschließlich für die UEFA Nations League nominiert wurden: Die Bayern-Profis Serge Gnabry (25), Joshua Kimmich (25), Leon Goretzka (25), Manuel Neuer (34) und Leroy Sané (24), der Mönchengladbacher Matthias Ginter (26), Real-Star Toni Kroos (30) und der Neu-Londoner Timo Werner (24).

Jogi Löws Kader im Überblick

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Tor:
Manuel Neuer (FC Bayern München), Bernd Leno (FC Arsenal), Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt), Oliver Baumann (TSG 1899 Hoffenheim)

Abwehr:
Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach), Nico Schulz (Borussia Dortmund), Thilo Kehrer (Paris Saint-Germain), Jonathan Tah (Bayer 04 Leverkusen), Robin Gosens (Atalanta Bergamo), Marcel Halstenberg, Benjamin Henrichs (RB Leipzig), Niklas Stark (Hertha BSC), Robin Koch (Leeds United), Philipp Max (PSV Eindhoven), Antonio Rüdiger (FC Chelsea), Felix Uduokhai (FC Augsburg)

Mittelfeld/Angriff:
Julian Brandt, Mahmoud Dahoud (Borussia Dortmund), Toni Kroos (Real Madrid), Luca Waldschmidt (Benfica Lissabon), Serge Gnabry, Leon Goretzka, Joshua Kimmich, Leroy Sané (FC Bayern München), Ilkay Gündogan (Manchester City), Jonas Hofmann, Florian Neuhaus (Borussia Mönchengladbach), Timo Werner (FC Chelsea), Nadiem Amiri (Bayer 04 Leverkusen)