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Zorc fordert “neuen Geist” und schließt Winterwechsel nicht aus

Michael Zorc
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Was wird benötigt, um aus der BVB-Saison noch eine erfolgreiche zu machen? Für Sportdirektor Michael Zorc (58) muss ein “neuer Geist” her. Mittlerweile schließt das Dortmunder Urgestein auch Wintertransfers nicht mehr aus.

Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc ärgert sich immer noch über die Punktverluste der letzten Wochen. “Vier Ecken haben uns sechs Punkte gekostet – das darf einer Mannschaft mit dieser Qualität nicht passieren”, so der Manager auf der Webseite des BVB. Er fordert nun “einen etwas neuen Geist auf den Platz zu bringen”, um “frischen, guten, attraktiven Fußball” spielen zu können.

Die Spiele, die Zorc ansprach, waren das 1:2 daheim gegen den 1. FC Köln und das 1:2 beim 1. FC Union Berlin. “Gegen Köln wurden wir überrumpelt – okay”, wird Zorc zitiert. Aber: “Dann darf es aber drei, vier Wochen später nicht wieder passieren.”

Borussia Dortmund steht nach 13 Spieltagen nun nur auf Rang fünf der Bundesliga-Tabelle. Der FC Bayern München, RB Leipzig, Bayer 04 Leverkusen und der VfL Wolfsburg stehen derzeit besser da. “Insgesamt sind wir mit dem Abschneiden in der Bundesliga nicht zufrieden, da hinken wir unseren eigenen Ansprüchen und auch den vor oder im Laufe der Saison formulierten Ansprüchen der Spieler hinterher”, sagt Michael Zorc. “Wir haben zuhause zu viele Spiele verloren. Natürlich fehlt es bei uns besonders, wenn die 80.000 nicht da sind. Aber das darf ja trotzdem keine Entschuldigung sein.”

Haaland wieder mit dabei, Moukoko “fehlt noch etwas”

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Von 2021 erwartet sich Michael Zorc, dass sich die Mannschaft “deutlich steigern” werde. “Mit dem fünften Platz sind wir hier alle nicht zufrieden. Die Champions-League-Qualifikation ist immer unser Ziel, und das müssen wir am Ende der Saison erreichen.”

Erste Gelegenheiten, Zeichen zu setzen, haben die Dortmunder bereits am kommenden Sonntag (15.30 Uhr), wenn es im Spitzenspiel gegen den VfL Wolfsburg geht. Wieder mit an Bord ist Topstürmer Erling Braut Haaland (20), der von einem Muskelfaserriss genesen ist. Nicht mit dabei ist Youssoufa Moukoko (16). Das Supertalent leidet unter nicht näher definierten Kniebeschwerden. Ihm “fehlt noch etwas, wird kurz- bis mittelfristig wieder dabei sein”, so Zorc.

Vom neuen Trainer Edin Terzic (38) verspreche er sich einiges, so der Manager. “Jetzt hat er auch mal in den kommenden Wochen, wenn keine englischen Wochen sind, die Zeit, mit der Mannschaft zu trainieren und Inhalte in die Einheiten mit einfließen zu lassen.” Terzic könne dem Team nun “neuen Input” geben, so Zorc.

Legt die Borussia womöglich noch einmal auf dem Transfermarkt nach, der seit dem heutigen 1. Januar 2021 wieder geöffnet ist? “Es ist nicht so viel in der Pipeline”, hält sich Zorc bedeckt. “Wir planen keine Königstransfers”, so der 58-Jährige. Heißt aber: Es ist durchaus möglich, dass der BVB auf dem Transfermarkt aktiv wird. Zuletzt wurde Christian Eriksen von Inter Mailand am Borsigplatz gehandelt.