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Dickes Plus: Wo Bayern Letzter ist und der BVB Zweiter

Michael Zorc
Foto: imago images

Dass der BVB in den letzten Jahren zu einer Ausbildungsstätte für sehr junge Spieler geworden ist, die dann mit teilweise enormem Gewinn veräußert werden ist kein Geheimnis. Von allen Bundesligisten erzielten sie damit das zweitgrößte Transferplus in den letzten zehn Jahren. Nur die TSG Hoffenheim machte noch größeren Gewinn. Letzter sind dabei die Bayern.



Einen Bericht bezüglich der Transfereinnahmen und -ausgaben veröffentlicht jetzt das CIES, das internationale Zentrum für Sportstudien. Dabei stellt sich heraus, dass die TSG Hoffenheim der einzige Club ist, der in diesem Zeitraum einen dreistelligen Millionengewinn erzielen konnte. 227 Millionen Euro gab der Hopp-Club in diesen zehn Jahren für Spieler aus, 335 Millionen Euro strich er als Transfererlöse ein. Damit steht beim Spitzenreiter in dieser Wertung ein Plus von 108 Millionen Euro unter dem Strich.

Auf dem zweiten Platz folgt Borussia Dortmund. Hier sind die Dimensionen viel größere, denn die Borussen bezahlten 806 Millionen Euro für Neuzugänge, während sie durch Verkäufe 892 Millionen Euro einnahmen. Das bedeutet ein Plus von 86 Millionen und eben den zweiten Platz in dieser 10-Jahres-Wertung.

Ein wenig überraschen dürfte, dass der Drittplatzierte mit 55 Millionen Euro Gewinn der vermeintlich Kleine FSV Mainz 05 ist.

Hoffenheim vor dem BVB

Weniger überraschend hingegen ist, dass auf den letzten drei Plätzen Clubs liegen, die es aufgrund der Umstände nicht unbedingt nötig haben, ein Plus zu erwirtschaften. Es sind RB Leipzig, der VfL Wolfsburg und der FC Bayern München. Die Bayer sind dabei sogar allerletzter in der Aufstellung.

RB Leipzig machte in diesen zehn Jahren ein Minus von 186 Millionen Euro. Beim VfL Wolfsburg betrug dieses 190 Millionen Euro und beim FC Bayern fast das Doppelte des Vorletzten mit 363 Millionen Euro Verlust, somit knapp 36 Millionen Euro Minus pro Saison.

Im Vergleich aller Clubs der fünf großen Ligen in Europa liegt die TSG Hoffenheim auf dem neunten Platz, der BVB immerhin noch auf dem vierzehnten. Führend ist hier OSC Lille, der ein Plus von 349 Millionen Euro in den betrachten zehn Jahren einfuhr.

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