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Jahresbilanz vorgelegt – BVB macht dickes Minus

Hans-Joachim Watzke
Foto: INA FASSBENDER/AFP via Getty Images

Die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA hat ihre Finanzdaten des vergangenen Geschäftsjahres vorgelegt. Trotz roter Zahlen geht es langsam wieder aufwärts. Das Minus ist demnach nicht mehr so groß wie im Vorjahr. Die Aussichten lassen BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (63) hoffen.



Auf einer rund 50-minütigen Pressekonferenz präsentierte Watzke die aktuelle Bilanz. Im Geschäftsjahr 2021/22 erwirtschaftete Borussia Dortmund ein Minus von 35,1 Millionen Euro, das damit gut neun Millionen Euro höher liegt als prognostiziert. Gegenüber dem Vorjahr lässt sich jedoch ein Aufwärtstrend feststellen. Coronabedingt betrug es vor zwölf Monaten noch 72,8 Millionen Euro.

„Wir kehren zu alter Erlösstärke zurück. Die Bruttokonzerngesamtleistung liegt damit ziemlich nah am letzten Geschäftsjahr, das frei von Corona war“, wird Watzke auf der Website des BVB zitiert. „Das führt zu einer Ergebnisverbesserung von ungefähr 40 Millionen Euro.“ Grund für die Differenz gegenüber der Prognose ist laut Borussia Dortmund eine „kurzfristige Buchwertanpassung im Spieleranlagevermögen“.

Als größtes Problem haben sich immer noch die Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie erwiesen. In der letzten Saison ohne Auflagen (2018/19) lag die Auslastung im Signal Iduna Park bei 99,3 Prozent und damit bei 80.820 Besuchern pro Bundesliga-Heimspiel. Im Geschäftsjahr 2021/22 vermeldete der BVB dagegen nur viermal ein ausverkauftes Stadion. Die Zahl der zugelassenen Zuschauer lag zwischen 500 und 81.365. Im Schnitt verkauften die Schwarz-Gelben 41.800 Eintrittskarten.

Weniger TV-Gelder

Das Transfergeschäft hat sich ebenfalls noch nicht vollständig erholt. Geschäftsführer Thomas Treß (56) wies darauf hin, dass der Transfermarkt nicht der ist, „der er vor Corona war“. Wie auch alle anderen Profiklubs leidet der BVB zudem unter Mindereinnahmen im Bereich der TV-Gelder. Der aktuell geltende Vertrag mit den Sendern stammt aus dem Juni 2020 – mitten in der ersten Corona-Welle. Die Folge: 19,3 Millionen weniger Fernseheinnahmen.

Der Gesamtumsatz erhöhte sich dennoch von 358,6 auf 456,9 Millionen Euro. Damit liegt er fast schon wieder auf Vor-Corona-Niveau. Watzke hob hervor, dass das Eigenkapital 280 Millionen Euro beträgt. „Unsere Situation ist gut“, erklärte der BVB-Geschäftsführer. Finanzverbindlichkeiten gebe es keine, so Treß. Zudem wolle man spätestens ab 2023/24 wieder schwarze Zahlen schreiben.

Sollte es jedoch noch einmal zu massiven Einschränkungen kommen, „wird es eng, das ist ganz klar“, fürchtet Watzke. „Wir können nicht nochmal ein halbes Jahr ohne Zuschauer spielen, dann hätten wir im deutschen Fußball ein massives Problem.“

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