Bundesliga

0:2-Niederlage in Wolfsburg: BVB ohne Fortune vor dem Tor

Mats Hummels
Foto: IMAGO

Nach drei Siegen in Folge unterlag Borussia Dortmund dem VfL Wolfsburg zum Auftakt des 14. Spieltages mit 0:2 (0:1). Für die Gastgeber trafen van de Ven (7.) und Lukas Nmecha in der Nachspielzeit (90.+1). Beide Teams versteckten sich nicht, doch die Niedersachsen präsentierten sich laufstärker und nutzten ihre Chancen konsequenter.



Im Vergleich zum 3:0-Heimerfolg gegen den VfL Bochum nahm BVB-Trainer Terzić lediglich eine Änderung vor: Für Reyna begann Adeyemi. Auf der Bank saß erstmals in dieser Spielzeit Pašalić, der sonst in der U23 die rechte Mittelfeldseite beackert. Seinen einzigen Einsatz für die Profis bestritt er im August 2021 im Supercup gegen Bayern München (1:3). Pašalić rückte für Kapitän Reus nach, der mit einer Entzündung im Sprunggelenk ausfiel.

Wolfsburg machte von Beginn an Druck. Erst scheiterte Marmoush noch mit einem Schuss aus rund 16 Metern am glänzend reagierenden Kobel (3. Minute), doch van de Ven zielte kurz darauf genauer. Nach einer Ecke von Arnold und einer unfreiwilligen Kopfballverlängerung von Schlotterbeck netzte der Innenverteidiger aus kurzer Distanz ebenfalls mit dem Kopf ein. Bereits nach sechs Minuten die frühe Führung für die „Wölfe“.

Nach einer guten Viertelstunde der Heimmannschaft fand der BVB besser in die Partie. Doch Casteels parierte zweimal sicher gegen Malen (19., 21.). Die größte Chance auf einen Treffer bot sich dann aber dem VfL in der 32. Minute. Nach einer Ecke gelangte der Ball zu Kaminski, der auf halblinks vollkommen frei stand. Guerreiro klärte den Schuss auf der Torlinie.

Dann war wieder der BVB an der Reihe. Von der rechten Seite flankte Malen präzise auf Brandt, dessen Kopfball nur knapp am linken Pfosten vorbeiflog (39.). Marmoush (40.) und Süle nach einer Ecke (42.) verfehlten das Tor nur um Zentimeter. Dann wäre der Ausgleich fast noch gefallen. In der Nachspielzeit nahm der umtriebige Süle eine Hereingabe von Guerreiro direkt. Sein Abschluss klatschte jedoch an den Pfosten.

Den Wolfsburgern gehörte die Anfangsphase, in der sie auch in Führung gingen. Dann wachten die Dortmunder auf und es entwickelte sich eine abwechslungsreiche Partie, in der beide Teams mit offenem Visier kämpften.

Ohne personelle Wechsel ging es in die zweiten 45 Minuten.

Debüt von Pasalic

Die erste größere Gelegenheit bot sich Moukoko, dessen Kopfball aus wenigen Metern von Casteels abgewehrt wurde (56.). Dann durfte sich Kobel wieder auszeichnen: erst bei einem Schuss von Wind (61.), eine Minute später gegen Nmecha. Dortmund jetzt mit mehr als 60 Prozent Ballbesitz. Die Heimelf lauerte auf Konter.

Mit der Einwechslung von Modeste in der 70. Minute setzte Terzić auf eine Doppelspitze. Vier Minuten später bot sich Kaminski bei einem schnellen Konter die Gelegenheit zum 2:0. Sein Schuss verfehlte das Tor nur knapp. In der 80. Minute feierte Pašalić sein Debüt in der Bundesliga. Für ihn verließ Özcan den Rasen.

In der Nachspielzeit fiel die endgültige Entscheidung. Einen Konter über rechts vollendete Lukas Nmecha aus kurzer Entfernung zum 2:0-Endstand für die Niedersachsen.

Die Wolfsburger verdienten sich den Erfolg durch eine läuferisch starke Leistung. Auf ihrem Tacho standen am Ende acht Kilometer mehr als bei den Dortmundern. Beide Teams agierten offensiv und erspielten sich zahlreiche Torgelegenheiten. Treffsicher zeigten sich heute aber nur die Hausherren.

BVB: Kobel – Süle (70. Hazard), Hummels, Schlotterbeck, Guerreiro – Bellingham, Özcan (80. Pašalić) – Adeyemi (61. Reyna), Brandt, Malen (70. Modeste) – Moukoko

Wolfsburg: Casteels – Baku, Bornauw, van de Ven, Otavio – Arnold – F. Nmecha (88. Svanberg), Gerhardt – Marmoush (58. Wimmer), Kaminski (88. Roussillon) – Wind (75. L. Nmecha)

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