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Bericht über „Endspiel“: Edin Terzic stand im März ganz kurz vor dem Aus beim BVB

Edin Terzic
Foto: IMAGO

Möglicherweise reiht sich Edin Terzic am 1. Juni 2024 in den Sphären von Ottmar Hitzfeld ein – dem einzigen Trainer, der je mit dem BVB die Champions League gewann (1997). Dabei hätte seine aktuelle zweite Amtszeit schon im März zu Ende sein können. Dass er nur noch BVB-Coach ist, weil ihm ein Sieg im von seinen Vorgesetzten so apostrophierten „Endspiel“ in der Bundesliga gelang, wird erst jetzt bekannt.



Etwas besser war man bei Borussia Dortmund aus der Winterpause gekommen, als noch die mit Ausnahme der Auftritte in der Champions League verkorkste Hinrunde lief. Zu Beginn jener, der Winterpause, hatten die Verantwortlichen sich bereits mit Edin Terzic zusammengesetzt und beraten, ob es überhaupt für ihn weitergehen solle. Erste Erholung der Lage schien nach der Pause also einzutreten, als der Motor des BVB dann doch immer wieder ins Stottern geriet.

Als schließlich das Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim mit 2:3 verloren ging, die Qualifikation für die Champions League weiter in deutlicher Gefahr blieb, setzten die Bosse der Borussia ihrem Trainer die Pistole auf die Brust. So berichtet es Transfermarkt unter Berufung auf die Sportbild.

Hans-Joachim Watzke
Foto: IMAGO

Terzic war über ausgerufenen Endspielcharakter informiert

Demnach soll das folgende Auswärtsspiel beim 1. FC Union Berlin zum „Endspiel“ für Edin Terzic ausgerufen worden sein – und zwar mit dessen Wissen. Sollte der BVB dort erneut verlieren oder auch nur nach schwacher Partie ein Remis erreichen, hätte dies das Ende der Zeit von Edin Terzic bei Schwarzgelb nach sich gezogen.

Terzic hatte Glück, vielleicht auch jenes des Tüchtigen. Seine Mannschaft gewann nach Treffern von Karim Adeyemi und Ian Maatsen verdient mit 2:0 in Berlin. Beide erzielten auch noch jeweils ihr erstes Tor der Saison, gerade zum für Terzic richtigen Zeitpunkt.

Und obwohl in der Bundesliga im Prinzip weiterhin nur wenig Stabilität erreicht wurde, Niederlagen wie jene in Leipzig oder zuletzt in Mainz sorgen dafür, dass der BVB definitiv lediglich Fünfter der Bundesliga werden wird, ist Terzic mittlerweile unumstritten.

Wie seine Situation ohne die Erfolge in der Champions League aussehe, ist müßig zu spekulieren, denn diese hat er ja nun einmal erreicht. Aktuell sogar noch mit der Chance auf den ganz großen Triumph. Was seinen Verbleib aber wohl nur so lange sichern wird, bis die Entscheider des BVB das nächste „Endspiel“ für ihren Trainer ausrufen – wie zuletzt erst im März geschehen.

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