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Oft kritisiertes „Phänomen“ Terzic trotz CL-Niederlage der Gewinner

Edin Terzic
Foto: Getty Images

Mit 0:2 verlor seine Borussia Dortmund das Finale von Wembley, nach der Meisterschaft 2023 verpasst Edin Terzic den nächsten greifbar nahen Titel. Und doch gilt der immer noch sehr junge Coach vielen als Gewinner nach dem Endspiel von London, obwohl er auch in dieser Saison so häufig teils heftig kritisiert wurde.



Obwohl er selbst von Kindesbeinen an BVB-Fan ist, hatte man ihn seitens der Fans keineswegs sofort ins Herz geschlossen. Auch der Gewinn des DFB-Pokals 2021 hatte daran noch nichts Grundlegendes geändert. Zuletzt aber scheint sich diese Tendenz umgekehrt haben, trotz einer alles andere als zufriedenstellenden Saison in der Bundesliga, die nicht zuletzt auf das Konto von Edin Terzic angerechnet wird.

Doch mit dem Erreichen des Finals von Wembley und noch mehr vielleicht sogar mit dem dort Gezeigten, einer famosen ersten Hälfte, in der der klare Favorit Real Madrid beinahe an die Wand gespielt wurde, hat Edin Terzic mächtig an Prestige gewonnen und wird wohl auch bei BVB-Fans einen Zuwachs an Liebe erhalten.

Selbst die internationale Presse war voll des Lobes über den Matchplan des Underdogs Borussia Dortmund, den sich Edin Terzic dann natürlich ebenso ans Revers heften darf, wie er das im Falle von Misserfolgen tun muss.

Terzic überrascht immer wieder mit taktischen Highlights

Beim Stern heißt es, dass Terzic mit dieser Partie den Nachweis erbracht habe, „dass er seine Mannschaft durchaus so einstellen kann, dass sie die Creme de la Creme in Europa herausfordern kann.“ Und das eben nicht erst im Finale, sondern schon in den KO-Runden davor.

Anerkennung erhielt er noch im Wembley-Stadion auch von Jose Mourinho, einem der erfolgreichsten Vereinstrainer der Gegenwart, der ihn zur Seite nahm und ihm sagte, er solle „stolz darauf sein, was er und sein Team geleistet haben.“

Terzic hat sich also durchaus nach oben taktiert in der öffentlichen Wahrnehmung durch dieses Finale 2024. Was umso bemerkenswerter sei, dass das „Phänomen“ Terzic schon zweimal in dieser Saison seinen Kopf aus der Schlinge einer möglichen Entlassung ziehen musste, woran Spox erinnert. Kurios bleibe aber ebenso wie der Umstand, dass er immer wieder Erfolge liefert, dass die Kritik an ihm keineswegs unberechtigt sei, stellt man dort fest.

Vor allem fehlten Borussia Dortmund Antworten auf frühes Pressing und auf Umstellungen des Gegners während der Partie. Das sei in der Bundesliga so gewesen und auch wieder im Finale gegen Real Madrid. Wie Terzic es trotz immer wieder auch längerer Schwächephasen seines Teams dann doch noch eine taktische Meisterleistung samt perfekter Einstellung aus dem Hut zaubere, mache ihn eben zu einem „Phänomen“.

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