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„Wir sind eine Gemeinschaft, ein Lebensgefühl“: BVB-Geschäftsführer Cramer äußert sich

Carsten Cramer
Foto: IMAGO

Er ist immer noch beeindruckt. „Der Signal-Iduna-Park war ständig ausverkauft, unsere Mitgliederzahl hat die 200.000er-Marke geknackt“, begeistert sich Carsten Cramer (55) über die Entwicklung von Borussia Dortmund. Der Geschäftsführer des BVB freut sich zudem über „ein extrem erfolgreiches Weihnachtsgeschäft“. Die vergangenen zwölf Monate liefen gut für die Schwarz-Gelben.



Cramer möchte die Bindung an den Klub stärken. „Wir als Borussia Dortmund sind mehr als ein Fußballverein“, urteilt er im Gespräch mit dem Kicker und führt weiter aus: „Wir sind eine Gemeinschaft, ein Lebensgefühl.“ Das Endspiel in der „Königsklasse“ gegen Real Madrid (0:2) sei ein besonderes Event gewesen, das entsprechend gefeiert wurde. Es fanden zahlreiche Aktionen statt, um den Bekanntheitsgrad des BVB zu erhöhen. „Wenn man schon im Champions-League-Finale dabei sein kann, dann wollen wir daraus ein tolles Erlebnis machen, das über die 90 Minuten des Spiels hinausgeht“, erläutert Cramer.

Für die Vereinsführung sei es „wichtig“ gewesen, „in London eine schwarz-gelbe Botschaft zu platzieren, die in die Welt ausstrahlt“. Dies sei auch gelungen, schätzt der Geschäftsführer: „Wenn ich mir die Bilder im Nachhinein anschaue, dann war das schon besonders…“ Mehr als 60.000 Borussen-Fans nahmen den Weg nach London auf sich. Viele verfolgten die Partie gegen Real beim Public Viewing im Hyde Park oder in einem der zahlreichen Pubs.

Marco Reus „nur schwer zu ersetzen“

Von den Anhängern der Schwarz-Gelben gehe eine „emotionale Kraft“ aus, meint Cramer. „Die Gelbe Wand ist international ein Synonym für das, was Borussia Dortmund verkörpert.“ Der gebürtige Münsteraner hält es für angemessen, „wenn unsere Fans eine eigene Rückennummer bekommen würden“. Schließlich seien die Fans ein „wesentlicher Bestandteil unseres Kaders“.

Trotz seines Abschieds vom BVB soll Marco Reus weiterhin eine wichtige Rolle spielen, erklärt Cramer. Der 35-Jährige verabschiedete sich am Ende der vergangenen Saison. „Seine und unsere Follower haben aufgrund unserer langen gemeinsamen Vergangenheit eine hohe Schnittmenge. Weder Marco noch wir werden daher Fans verlieren. Zumal wir weiter Doppelpässe mit ihm in den sozialen Medien spielen werden“, kündigt er an.

Doch Cramer weiß auch, dass Reus „nur schwer zu ersetzen sein wird“. Der 55-Jährige betont daher: „Er wird uns als Gesicht und als Sympathieträger fehlen.“

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